Volltext : ¬Die Vormundschaft nach den Grundsätzen des deutschen Rechts (2)

§.  46.  Verwaltung  des  Mündelguts  durch  den  Vormund.  33
Wenn  aber  die  Mutter  entweder  nicht  mehr  lebt,  oder
keinen  Anspruch  auf  ungetrennte  Verwaltung  des  in  den  Händen ¬
  ihres  Mannes  befindlich  gewesenen  Vermögens  hat,  so
geht  die  Verwaltung  des  Vermögens  der  Kinder  auf  den
Vormund  über,  und  dieser  ist  daher  dann  berechtigt,  es  jedermann ¬
  abzufordern:
Mit  der  Verwaltung  des  Vermögens  des  Mündels  geht
auf  den  Vormund  auch  die  Pflicht  über,  ihn  aus  den  Aufkünften ¬
  desselben  zu  unterhalten".  Ob  er  aber  die  Erziehung
des  Mündels  selbst  übernehmen,  oder  sie  einem  Andern  überlassen ¬
  wollte,  hing  wohl  von  seinem  Belieben  ab  5.  Nur  stand
er  auch  hierbei  ohne  Zweifel  unter  Aufsicht  der  übrigen  Familie,
10.  (Walch  1,100).  Si  (näml.
len  noch  hinzu:  L.  Burg.  Tit.  59.
die  Mutter)  sal  abir  antwerte  den
Nepos  amisso  patre  cum  rebus
vormunden  vor  gerichte  oder  vor
omnibus  ad  avi  ordinationem
dem  rate,  ob  sie  der  vormunde
vel  sollicitudinem  conferatur:  ea
beschuldigit,  daz  sie  den  kinden  untamen ¬
  ratione,  si  mater  eius  serechte ¬
  tu  an  irme  gute  oder  an
cundas  nuptias  crediderit  eligender ¬
  pflage.  Nordhäus.  Stat.  v.
das.  Ceterum  si  nubere  —  dis1350. ¬
  B.  4.  Art.  20.  a.  (Förstetulerit, ¬
  silii  cum  omni  faculmann ¬
  III.  4.  S.  56).  ouch  sal
tate  in  eius  solatio  et  potestate
di  vrouwe  den  vormunden  bekenconsistant. ¬
  —  Tit.  85.  §.  2.  Quod
nen  u.  berechenen  uf  oren  eyt  alle
si  vero  maser  non  fuerit,  proxior ¬
  gut,  daz  or  wert  gelazen  hat,
mus  parens  res  minorum  reez -
  si  an  erbe  edir  an  varender
vocare  debet.
habe;  u.  su  ensal  nicheyne  macht
4)  Brem.  Stat.  v.  1433.  Stat.
haben  daz  gut  zeu  minrene  ane
15.  (Oelrichs  S.  456;  auch  in
der  vormunden  wizzene  u.  wille.  —
den  Zus.  zu  Art.  126  der  Stat.  v.
Worde  ouch  di  vrouwe  von  den
1303.  ebendas.  S.  142.)  So  welk
kindern  eder  von  den  vormunden
unse  borgher  sik  ane  wint  (d.  i.
beclaget  vor  my  rate,  daz  su  or  u.
unterwindet  s.  Brem.  Niedersächs.
irre  kinder  gut  minrete  -,  so  solde
Wörterb.  Th.  5.  S.  267)  kindere,
sich  di  vrouwe  teilen  met  iren
der  he  vormunde  is,  de  nicht  to
kindern.
eren  jaren  komen  sint,  de  kindere
3)  Zum  Beleg  hierfür  kann  ich
en  scholen  nene  kost  gelden.—  Mer
mich  auf  die  bereits  im  ersten
von  der  nut  des  gudes  u.  der
Bande  dieses  Werks  S.  289  abgerente =
  schal  men  de  kindere  bekodruckten ¬
  Stellen  berufen.  Ihnen  füsteghen ¬
  u.  becleden.
ge  ich  aus  den  älteren  Rechtsquel5) ¬
  In  den  Lübeckischen  StadtKraut's ¬
  Vormundsch.  Th.  II.
            
Waiting...

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzerin, sehr geehrter Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.

powered by Goobi viewer