Objekt : Correns, Theodor: Abhandlung über den Auf- und Abzug der Pächter von den Pachthöfen, über einen Theil des Ackerrechts, was dahin einschlägt, und in dieser Hinsicht überhaupt dem Ackersmanne aus den noch beibehaltenen französischen Gesetzen in seinem Handel und Wandel vorzüglich zu wissen nöthig ist

158  )
Das  Rind=Vieh  hat  bekanntlich  oben  in  dem  Maule
keine  Zähne,  sondern  gewöhnlich  nur  die  sechs  Zähne
des  Untern=Maules,  diese  werden  eben  so  und  zu
gleicher  Zeit,  wie  bei  den  Pferden,  mit  2  und  ein  hab
3  und  ein  halb  und  4  und  ein  halb  Jahren  vor  und
nach  wegeschoben,  und  durch  neue  ersetzet;  Mahioder ¬
  Back=Zähne,  hat  das  Rindvieh  oben  und  unten
wie  das  Pferd.
Das  in  hiesigem  Lande  sonst  sehr  gewöhnliche  Aberlasser ¬
  an  alten  Pferden  ohne  Unterscheid  ist  nichts  nußz;
sund  die  Aerzte  für  die  Merschen  hievon  abgegangen,
warzm  solln  die  Zieh=Aerzte  diesen  Mißbrauch  nog
beibehalten?
Beiläusig  wird  hier  in  Rückscht  der  Hauptfehler  be
nerkt:  daß  ein  kolleiges  Pferd,  so  wie  ein  schwachsin
giger  Mensch,  an  den  Augen  am  besten  zu  erkennen  sey
es  geben  noch  mehr  Zeichen  des  Stillen  /  oder  DummKollers, ¬
  welche  nicht  zu  verwerfen  sind,  zum  Beispel
wenn  das  dursige  Pferd,  da  man  ihm  einen  Eine
voll  Wasser  hinset,  mit  dem  Maule,  wie  ein  gefunden
Pferd,  nicht  hereinfährt,  sondern  das  Wasser  durch  diZähne =
  hereinschlürfet,  wenn  das  Pferd,  wenn  man  et
mit  dem  Zaume  angreift,  den  Kopf  zurücschligt,  umn
werm  es  im  Stalle  den  Kopf  immer  unter  sich  hangen
list,  und  gar  nicht,  oder  selen  aus  der  Rausefrißt
wenn  es  den  Hafer  aus  der  Maule  fallen  läßt,  um
die  Ohren  spigzend,  oder  hin  und  her  drehend  sich  sel
let,  als  wenn  es  etwas  genau  hören  wolle.
Es  geben  ferner  noch  andere,  aber  zweisehafte  Zei
chen  des  Sille=Koles,  mänlich:  wern  das  Pfer
sich  in  die  Ohren  fühlen,  die  Fiße  übereinander  sete
läst,  und  nicht  gern  zurükgeht;  diese  Zeichen  sin
            
Waiting...

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzerin, sehr geehrter Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.

powered by Goobi viewer