Full text : ¬Das gemeine Familiengüterrecht mit Ausschluss des ehelichen Güterrechtes (1)

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Diess  ist  ausgesprochen  in  Beziehung  auf  die  Klagerhebung,
welche  nach  der  technischen  Bezeichnungsweise  adjuncta  filiae  persona ¬
  zu  geschehen,  und  in  der  Formel  der  filia  in  bestimmter
Weise  (L.  22.  §  9.  soluto  mat.:  intendere  sibi  filiaeve  suae  reddi
dotem)  zu  erwähnen  hat;
L.  2.  §  1.  und  2.,  L.  3.,  L.  4.,  L.  22.  §  1.  3.  5.  9.,  L.  31.
§  2.,  L.  34.,  L.  42.  pr.  soluto  mat.  24.  3.;  L.  2.  7.  10.
C.  e.  t.  5.  18.  u.  a.  m.
in  Beziehung  auf  die  Tilgung  der  actio  durch  Zurückgabe  der  zu
restituirenden  Dos  (Solutio);
L.  3.  und  L.  4.,  L.  22.  §  1.,  L.  37.,  L.  66.  §  2.  und  §  6.  e.  t.
in  Beziehung  auf  Delegation  und  Novation.
L.  2.  §  1.,  L.  66.  §  2.  h.  t.  vgl.  auch  L.  29.  e.  t.
Das  nähere  Detail  interessirt  hier  nicht.  Doch  mag  bemerkt
werden  :
Die  Zustimmung  der  Tochter  kann  durchaus  formlos  ausgesprochen -
  werden.  Diese  Formlosigkeit  macht  möglich,  eine  Zustimmung ¬
  aus  dem  blosen  Stillschweigen  der  mit  dem  Vorhaben  des
Vaters  bekannten  Tochter  zu  folgern;
L.  2.  §  2.  sol.  mat.  (Ulp.  lib.  35.  ad  Sab.)
wird  aber  überdiess  von  der  römischen  Jurisprudenz  dazu  benützt,
um  da,  wo  das  Verlangen  der  Zustimmung  dem  wirklichen  Interesse -
  der  Frau,  also  dem  Ausgangspunkte  ihres  Zustimmungsrechtes, ¬
  widersprechen  würde,  die  Nothwendigkeit  der  Zustimmung  zu
beseitigen.  Diess  zeigt  die  eben  angeführte  L.  2.  §  2.  h.  t.,  welche
den  Vater  der  geisteskranken  Tochter  unbedenklich  die  actio  de
dote  anstellen  lässt:
quasi  ex  voluntate  filiae  videri  experiri  patrem  vgl.  auch  L.
22.  §  9.  e.  t.
Diess  zeigt  weiterhin
L.  22.  §  6.  e.  t.
welche  wenigstens  in  dem  hieher  bezüglichen  Satze:
Quod  si  is  pater  sit,  cui  omnimodo  consentire  filiam  decet,
hoc  est  vitae  probatae,  filia  levis  mulier  vel  admodum  juvenis ¬
  vel  nimia  circa  maritum  non  merentem,  dicendum
est  patri  potius  adquiescere  Praetorem  oportere  dareque
ei  actionem.
            
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