320
Diess ist ausgesprochen in Beziehung auf die Klagerhebung,
welche nach der technischen Bezeichnungsweise adjuncta filiae persona ¬
zu geschehen, und in der Formel der filia in bestimmter
Weise (L. 22. § 9. soluto mat.: intendere sibi filiaeve suae reddi
dotem) zu erwähnen hat;
L. 2. § 1. und 2., L. 3., L. 4., L. 22. § 1. 3. 5. 9., L. 31.
§ 2., L. 34., L. 42. pr. soluto mat. 24. 3.; L. 2. 7. 10.
C. e. t. 5. 18. u. a. m.
in Beziehung auf die Tilgung der actio durch Zurückgabe der zu
restituirenden Dos (Solutio);
L. 3. und L. 4., L. 22. § 1., L. 37., L. 66. § 2. und § 6. e. t.
in Beziehung auf Delegation und Novation.
L. 2. § 1., L. 66. § 2. h. t. vgl. auch L. 29. e. t.
Das nähere Detail interessirt hier nicht. Doch mag bemerkt
werden :
Die Zustimmung der Tochter kann durchaus formlos ausgesprochen -
werden. Diese Formlosigkeit macht möglich, eine Zustimmung ¬
aus dem blosen Stillschweigen der mit dem Vorhaben des
Vaters bekannten Tochter zu folgern;
L. 2. § 2. sol. mat. (Ulp. lib. 35. ad Sab.)
wird aber überdiess von der römischen Jurisprudenz dazu benützt,
um da, wo das Verlangen der Zustimmung dem wirklichen Interesse -
der Frau, also dem Ausgangspunkte ihres Zustimmungsrechtes, ¬
widersprechen würde, die Nothwendigkeit der Zustimmung zu
beseitigen. Diess zeigt die eben angeführte L. 2. § 2. h. t., welche
den Vater der geisteskranken Tochter unbedenklich die actio de
dote anstellen lässt:
quasi ex voluntate filiae videri experiri patrem vgl. auch L.
22. § 9. e. t.
Diess zeigt weiterhin
L. 22. § 6. e. t.
welche wenigstens in dem hieher bezüglichen Satze:
Quod si is pater sit, cui omnimodo consentire filiam decet,
hoc est vitae probatae, filia levis mulier vel admodum juvenis ¬
vel nimia circa maritum non merentem, dicendum
est patri potius adquiescere Praetorem oportere dareque
ei actionem.