Metadaten : Handbuch der psychischen Anthropologie oder der Lehre von der Natur des menschlichen Geistes (Bd. 1)

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a)  Aus  sittlichem  Trieb.
9.  84.
1
Die  Ideale  des  sittlichen  Triebes  sind  die  des  reinen
geistigen  Selbsvertrauens,  Achtung  der  persönlichen
Würde  und  somit  die  Ideale  der  Ehre,  Gerechtigkeit
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und  Frömmigkeit.
b
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Hierher  gehören  also  alle  erhabenen  leidenschaftlichen
Stimmungen  und  Gemüthsbewegungen,  in  denen  sich
die  reine  Kraft  des  Charakters  zeigt.  So  stehen  hier
edler  Stolz  und  edles  Selbstvertrauen,  die
Gesinnungen  des  Gemeingeistes  und  der  Gerechtigkeitsliebe, -
  Vaterlandsliebe,  Heldensinn -
  und  Märtyrerthum.  Die  Gemüthsbewegungen -
  aber  sind  in  der  Ruhe  der  sittlichen  Beurtheilung
Achtung  und  Verachtung,  im  sittlich  bewegten
Leben  Begeisterung,  Aufopferung  und  Andacht. -
  Endlich  in  der  religiösen  Ueberlegung  wird  sich
mit  dem  Gefühl  der  Ueberwältigung  des  Willens  durch
Gewohnheit  und  Gemüthsbewegung  diesem  das  Gefähl
der  religiösen  Demuth  nebenordnen.

Aber  diese  Stimmungen  des  sittlichen  Lebens  werden -
  im  Menschenleben  am  wenigsten  ungetrübt  bleiben.
Wahn  und  Selbstsucht  wirken  vielfach  verderbend  dazwischen/ -
  und  bilden  entgegengesetzte  Stimmungen.
1)  Demuth  soll  der  Mensch  nur  in  religiöser  Betrachtung -
  vor  dem  Heiligen  fühlen,  nicht  aber  im  Ver=T -

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