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Struben rechtliches Bedenken. I. nr. 53. Pufendorf obf. 1
nr. 206.
Vom Ingedöm, Lüneburg. Stat. Art. 102. Grupen de
uxore theodisc. p. 126. Finsler diss. cit. p. 88.
Widerlage.
§. 344. B
Daß ein der Frau, welche dos zubrachte, mit der
Meinung der Gegenseitigkeit von dem Manne zugebrachtes =
Gegenvermächtniß, (Gab durch der Ehe willen, ¬
in Statuten
genannt,) schon im Mittelalter 1)
vorkam, ist gewiß
obwohl der Ausdruk: donatio propter -
nuptias in alten
Urkunden 2) häufig nicht die römische ¬
Art bezeichnet.
Nach der Verbreitung des römischen ¬
Rechts nahmen zwar Landesrechte die römische donatio -
propter nuptias an, 3) und noch jetzt kann sie mit
der römischen Natur vorkommen, 4) allein gegründet
ist, daß die roͤmische donatio propter nuptias selten in
Uebung ist, 5) daß die Landesrechte und die Contrahenten =
häufig unter Gegenvermächtniß eine andere
deutsche Vermögensart verstehen, 6
und insbesondere
eine nicht blos Sicherheit der dos, sondern einen Vermögensvortheil =
der Ehefrau damit beabsichtigen, daher
überall die Absicht der Contrahenten entscheiden muß.
1) Richtsteig II. 8. Sachsenspiegel I. 21. Baier. Rechtbuch von 1340.
XI. Art. 17.
2) Urk. in Guden cod. dipl. I. p. 768. Jung Miscellan. IV. P. I.
p. 52. Tolner cod. diplom. p. 81. Senkenberg sel. jur. V. p.
370. Schoettgen et Kreisig diplom. I. p. 733. Glaffey anecd. p.
311.
3) Reform. des baier. Landr. v. 1518. Tit. 44. Art. 3. Worms. Reform. =
von 1495. V Thl. 5 Buch. 1 Tit. Henneberg. Landsordn. III.
Tit. 2. cap. 1. §. 4.
4) Hofinann diff. jur. rom. et germ. in donat. propt. nupt. Francf.
1727. Ludewig diff. jur. rom. et germ. in dote et donat. Hal.
1721. Pusendorf obs. II. nr. 39. III. 121. Baier. Landrecht 1. c.
§. 14. Grolman de donat. propter nuptias viduae. Giess. 1795.
) Weber Grunds. des bamberg. Landrechts. I. S. 59. Ramdohr jur.
Erfahrungen. II. S. 501. Haubold Lehrbuch S. 83.
6) Einert de donat. propter nuptias. Lipf. 1818. Cap. II. Hofmanns ¬
Eherecht. S. 341. Runde Grunds. §. 589.
§. 345. C) Leibgeding.
Nach der schon früh vorkommenden Ansicht, der
Frau für den Fall des Wittwenstandes ein Vermögen
von ihrem Ehemanne versichern zu lassen, kommt mit
diesem Zwecke auch im Mittelalter 1) Leibgedings, Leib=