stifteten Guten, auf eine zurückgelegte Laufbahn sehen
darf/ feiert gewiß mit Freuden «inen so ehrenvollen Tag.
Möchten Sie lange noch die Zierde eine- so vorzüglichen
hohen Gerichtshofes sein, wie Sie bisher sein Vorbild
durch Kraft und Würde waren, und dadurch dre herzlich-
sten Wünsche Ihres treuen Verehrers erfüllen, dessen
hochachtungsvoll« Gesinnung anzunehmen ich Ew. Hoch-
wohlgeb. ganz ergebenst bitte. Berlin, den 4. Mai 1817.
v. Kircheifen.
An ;
de- Kvm'gl. Lberlaadesgenchts-Präkdenten
Ritters des rochen AdlerordenS Herr» v. Bie-
dersee Hochwodlgebohren, in Halberstadr.
" ' (Aus der Magdeburgischen Zeitung). ’ ‘
2.
, Oberlandesgerkchtöhauö in Marienwerde^
Der neue Justiz-Pallast in Marienwerder, an dem
der Reisende vorüberfährt, hat ein dreifaches Interesse:
erstens, als herrliches Gebäude, zweitens, durch seine
schön« Inschrift: »Jedem.Gerechtigkeit", (welche einen
neuen Beweis liefern, daß unsere Sprache sich auch dem
Lapidarstyl sehr wohl zu fügen weiß,) und endlich drit-
tens, durch die frohe Ueberzeugung, die in der Brust je«
des Preußischen Unterthans lebendig ist: daß die In-
schrift nicht lügt.
(Aus dem Reife-Journal des Etatraths v. Kotzebue).