fullscreen : Sechster Band (6)

§.  940.
Achtzehntes  Buch.
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andere  mehr  auf  die  Muskelhaut;  die  eine  mehr  auf  seine  Nerven, ¬
  die  andere  mehr  auf  seine  Blutgefäße  u.  s.  w.  Eine  nähere
Auseinandersetzung  dieser  Wahrheit  bleibt  künftigen  Untersuchungen
überlassen;  hier  müssen  wir  uns  mit  Anführung  einzelner  Thatsachen ¬
  in  Betreff  der  Überführung  in  den  Darm  begnügen.
Wasser  geht  schnell  über:  Crook  (Nr.  196.  XLII.  S.  11)  sah
bei  einer  in  der  Nähe  des  Pförtners  sich  öffnenden  Magenfistel,
daß  das  getrunkene  Wasser  binnen  20  Secunden  ausgetrieben
wurde;  bei  einem  Pferde  ging  es  nach  Colemans  Beobachtung
binnen  6  Minuten  bis  in  den  Blinddarm,  also  60  Fuß  weit
(Nr.  557.  p.  180);  nach  Gurlt  (Nr.  780.  S.  96)  gingen
bei  einem  Pferde  binnen  wenigen  Minuten  8,  und  bei  einem
andern  16  Pfund  Wasser  durch  den  Magen.  Überhaupt  verschwinden ¬
  Getränke  nach  Beaumonts  (Nr.  712.  S.  65)
Beobachtungen  schnell  aus  dem  Magen,  wobei  es  freilich  ungewiß ¬
  bleibt,  wieviel  davon  eingesogen  wird.  Indeß  hat  die  Cohäsion ¬
  keinen  unbedingten  Einfluß,  indem  manche  feste  Speisen
früher  ausgetrieben  werden,  als  gewisse  Flüssigkeiten,  z.  B.  von
rohen  Eiern.  Manche  Getränke,  die  sonst  in  ihren  Wirkungen
sehr  von  einander  abweichen,  werden  besonders  schnell  ausgestoßen,
und  verursachen,  daß,  wie  Schultz  (Nr.  691.  p.  81  sq.)  namentlich ¬
  vom  Kaffee  behauptet,  auch  Speisen,  ehe  sie  noch  verdaut ¬
  worden  sind,  in  den  Darm  getrieben  werden;  so  entsteht
z.  B.  nach  dem  Genusse  von  Milch  bisweilen  wie  unter  Andern
Lallemand  (Nr.  167.  p.  76)  bei  Darmfisteln  sah,  fast  augenblicklich ¬
  Diarrhoe.  Die  eigenthümliche  Wirkungsart  der  unter
einander  so  sehr  verschiedenen  Abführmittel  ist  noch  nicht  hinlängC. ¬
  lich  untersucht.  C)  Vorzüglich  bemerkenswerth  aber  sind  die  qualitativen ¬
  Modificationen  der  Bewegung.  Wie  nämlich  der  Magen
zum  Behufe  der  Verdauung  sich  zuerst  von  allen  Seiten  gleichförmig ¬
  zusammenzieht,  um  die  Speisen  zu  ballen,  dann  durch
kreisförmige  Fortpflanzung  seiner  Zusammenziehungen  sie  herumwälzt, ¬
  zur  Entleerung  in  den  Darm  von  dem  Munde  gegen  den
Pförtner  fortschreitend  sich  zusammenzieht,  und  zur  Ausleerung
durch  den  Mund  in  entgegengesetzter  Richtung  wirkt,  so  werden
auch  diese  einzelnen  Arten  der  Bewegung  durch  specifische  Reize
            
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