Zur Erinnerung an G. F. Puchta's Leben und Wirken.
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lichen, Unbedeutenden und Scheinhaften zu bewahren. Alle
diese Bildungselemente und was ihm sonst eine lebhafte Theilnahme ¬
an Literatur und Leben bot, wußte Puchta und liebte er
auch in der kleinen Münze engerer und weiterer Geselligkeit geltend =
zu machen. Endlich aber wird Niemand sich ein richtiges
Bild dieses Mannes machen, der sich ihn nicht in allen diesen
Eigenthümlichkeiten menschlicher Stärke und menschlicher Schwächen ¬
— und wer mag da die Gränze ziehen! — durchdrungen
zu denken weiß von dem lebendigen Geiste eines treuen, festen,
evangelischen Glaubens. Und grade in diesem Sinne erscheinen
die letzten Tage seines Lebens als die wahre Blüthe seines Wesens, =
welche uns allein das rechte Maaß für die Beurtheilung
der Summe so vieler reicher und zum Theil heterogener Momente ¬
giebt. Wer unter so schweren, nur selten über Sterbende
verhängten Prüfungen, mit vollem Bewußtseyn während so
vielen Tagen den Tod langsam aber sicher herandringen sieht,
ohne je die freudigste Fassung, die mildeste Haltung zu verlieren
wer so entschieden bis zum letzten Athemzug bekennt, daß
diese Freudigkeit ihm nicht aus eigener Kraft kommt, sondern
von dem, der für ihn den Tod und die Sünde überwunden
hat, über dessen milde Reife im edelsten, vollsten Sinne kann
kein Zweifel seyn. Hier aber wie in allen Dingen und im mannigfaltigsten ¬
Sinne gilt das Wort des großen Dichters: Reife
ist Alles. Ist aber die reife edle Frucht von dem der sie sich
gezogen hat, gepflückt und eingebracht, so werden auch die hinterlassenen ¬
Freunde, in freudiger gesinnungs- und entschließungsreicher ¬
Fassung, sich seiner würdig zu zeigen vermögen.