Inhaltsverzeichnis : Erster Band (1)

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M.  VITRUVIUS  P.  BAUKUNST.
lia  s)  —  ihren  Ort  an;  und  die  beyden  äussersten  treffen  auf  die
Seiteneingänge  —  itinera  h)  versurarum.
Die  Stufen  —  gradus,  —  worauf  die  Bänke  —  subsellig  i)
der  Zuschauer  gestellt  werden,  dürfen  nicht  niedriger  seyn,  als  einen
Fuls,  und  nicht  höher  als  einen  Fuss  und  sechs  Zoll.  Zu  ihrer  Breite
muls  nicht  über  zwey  und  einen  halben  Fuss,  noch  unter  zwey  Fuss
genommen  werden.
g)  Welche  irrige  Vorstellung  sich  Winkelmann  von  dem,  was  hier  Vitruv
hospitalia  nennt,  gemacht  habe,  ist  in  dessen  Nachrichten  von  den  neuesten
Herkulanischen  Entdeckungen  S.12.  zu  sehen.  Es  wären  überhaupt  in  der  Beschreibung, -
  welche  am  a.  O.  vom  Theater  der  Stadt  Herkulanum  gemacht  wird,  mancher
ley  Irrthümer  zu  berichtigen.
Die  Scene  stellte  ein  griechisches  Haus  vor,  wo,  wie  unten  B.  VI.  K.  10.  zu  sehen  ist.
neben  der  Wohnung  des  Herrn,  rechts  und  links  Wohnungen  mit  eigenen  Thüren  für
Fremde,  Gastgebäude  (hospitalia)  sich  befanden.
h)  Hätte  Galiani  unter  itinera  auch  Thüren  verstanden,  so  wäre  dessen  Vorstellung -
  vom  Theater  vielleicht  richtiger  ausgefallen.
i)  Um  nicht  auf  dem  blossen  Steine  zu  sitzen,  legte  man  nicht  allein  Breter  auf  die
Sitzstufen,  sondern  auch  Küssen.  Eine  Gewohnheit,  worauf  auch  Ovid  im  I.  B.  der
Ars  am.  v.  159.  anspielt:
fuit  utile  multis
Pulvinum  facili  composuisse  manu.
Obige  Stelle  kann  also  dem  Newton  zu  keinem  Beweise  dienen,  dass  Vitruy  erst  nach
des  Kaligula  Zeiten  gelebt  haben  müsse;  weil,  nach  dem  Dio  Cassius,  dergleichen
Belegung  der  Sitzstufen  vor  dem  Kaligula  nicht  üblich  gewesen  sey.
            
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