Object : Glück, Christian Friedrich von: Hermeneutisch-systematische Erörterung der Lehre von der Intestaterbfolge nach den Grundsätzen des ältern und neuern Römischen Rechts, als Beytrag zur Erläuterung der Pandecten

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potestate  defunctus  erat,  praeferri  volumus:  in  illis  scilicet ¬
  rebus,  quae  secundum  alias  nostras  leges  parentibus
non  acquiruntur.  Quantum  enim  ad  illarum  rerum  usumfructum, ¬
  qui  illis  acquiri,  vel  servari  debet,  leges  de  his
latas  parentibus  servamus.  Es  fragt  sich,  was  das  fuͤr
Gesetze  sind,  deren  Justinian  hier  gedenkt?  Die  Gesetze, ¬
  in  welchen  dem  Vater  der  Nießbrauch  auch  nach
dem  Tode  des  Kindes  zugesichert  wird,  den  er  bey  Lebzeiten ¬
  desselben  an  dessen  Vermoͤgen  gehabt  hat,  sind
unstreitig  die  L.  1.  Cod.  de  bon.  matern.  L.  3.  L.  4.  C.
de  bonis  quae  liberis.  und  L.  fin.  C.  communia  de  succession.
welche  Justinian  also  hier  ausdrücklich  bestätiget.
Der  Fall  hingegen,  wo  der  Vater  bey  der  Succession
seiner  Kinder  einen  Nießbrauch  erwirbt,  ist  der,  wenn
die  Kinder,  die  er  schon  bey  Lebzeiten  der  Mutter  emancipirt =
  hatte,  nach  dem  Tode  derselben  sie  beerben.  Hier
soll  der  Vater  nach  der  L.  3.  Cod.  de  bon.  matern.  den
Nießbrauch  von  einer  portio  virilis  haben,  wie  schon
oben  (§.  65.)  vorgekommen  ist.  Daß  Justinian  hier
wirklich  diese  Constitution  gemeint  und  bestätiget  habe,
hat  Rotgersius  a.  a  O.  Cap.  VI.  §.  27.  sqq.  ausser
allen  Zweifel  gesetzt.  Man  vergleiche  auch  noch  Pet.
GUDELINI  Commentar.  de  iure  novissimo  Lib.  II.  cap.  13.
pag.  89.  Hug.  DONELLI  Commentar.  de  iure  civili  Lib.  IX.
cap  2.  pag.  440.  n.  40.  et  50.  und  Io.  Ortw.  WESTENBERGII ¬
  Princip.  iur.  secund.  ord.  Institut.  Lib.  III.  Tit.
de  successione  ab  int.  sec.  ord.  Nov.  118.  §.  22--24.
§.  96.
Successionsrecht  des  Embryo.
Jst  ein  Kind  noch  ungebohren,  aber  doch  zu  der
Zeit,  da  ihm  die  väterliche  Erbschaft  zufällt,  schon  gezeugt, =

S  4
            
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