Metadata : Müller, Peter Franz Joseph: Über das Güterwesen

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zen  Stand  gerichtet  seyn  sollte,  dessen  Vorfahren ¬
  unter  allen  Stürmen  den  deutschen  Volksnamen ¬
  durch  Tapferkeit  und  Edelsinn  werth
gemacht,  und  ehrenvoll  erhalten,  und  in  den
dankbaren  Herzen  aller  wahren  Vaterlandsfreunde =
  ein  zu  bleibendes  Denkmal  sich  gestiftet, =
  als  daß  solches  durch,  eigentlich  nur  ihr
allgeliebtes  Jch  unverwandt  im  Auge  habenden, =
  und  daher  jeden  fremden  Götzen  abwechselnd =
  anbetenden,  After=Volksfreunde  verdunkelt, =
  vieiweniger  vernichtet  werden  kann.
Der  Adel  habe  freilich  keine  Vorrechtez ¬
  er  begnüge  sich  mit  den  Vorzügen,  die
Geburt,  Vermögen,  und  Verbindungen ¬
  ohnehin  schon  im  reichlichen  Uebermaß  gewähren; =
  aber  warum  soll  er  seines  rechtmäßigen ¬
  Eigenthums  weniger  froh  seyn,  wie  Bürger, ¬
  und  Bauer.
Für  den  bäuerlichen  Gutsherrn  pflügen, ¬
  mähen,  dreschen,  spinnen,  u.  s.  w.
dessen  Käter,  und  deren  Frauen,  Söhne,  und
Töchter  eben  so  vertragsmäßig,  wie  für
den  adlichen.
Die  Sache  ist  überall  dieselbe,  und  sie
kann  nicht  anders  seyn,  da  oft  der  Käter,
Hüttemann  nicht  so  viel  Grund  hat,  um  davon ¬
  andere  Pachtgefälle  abtragen  zu  können.
            
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