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dische Schuhfabrik, welche in Bremen ihr Comptoir eröffnet,
wird nur der Impuls sein, in Bremen selbst Schuhfabriken
anzulegen. Einer unserer größten Industriellen, der allerdings
kein zünftiger Schuhmacher ist, hat schon vor Jahren, wie
er uns versichert, die Errichtung einer Schuhfabrik in Bremen
beabsichtigt, ist aber durch die Zunftverhältnisse davon abgehalten ¬
worden. Jede derartige Fabrik wird mehr für den
Export arbeiten, ohne die Bedürfnisse und Wünsche des
Einzelnen berücksichtigen zu können. Der einheimische Bürger
wird es voraussichtlich auch in Zukunft vorziehen, sich
Schuhe und Kleider anmessen zu lassen, und es werden
zur Befriedigung des Localbedarfs stets mehrere Hunderte
von Schuhmachern, die nur auf Bestellung arbeiten, hier
ihr gutes Brod finden können, zumal da man dann gewiß
nicht mehr so viele Waaren auswärts fertigen lassen wird.
Wir kennen in Bremen eine Reihe von Personen, die sich
sowohl ihr Schuhwerk wie ihre Kleider sämmtlich bei einem
festengagirten Meister im Inlande, meist in Berlin, fertigen
lassen und trotz des jedesmaligen Transports ein wesentliches ¬
Ersparniß machen. Das wird unter der Gewerbefreiheit ¬
aufhören. Je eher, desto besser für Bremen.
7) Am Schluß dieser Erörterungen über transitorische
Bestimmungen führen wir das Urtheil einer kurzen Denkschrift ¬
„Ueber die Revision der Gewerbeordnung" an, welche
nicht im Buchhandel erschienen und uns unter Kreuzband
anonym aus Würtemberg, als der „Vortrag eines Referenten(der ¬
Centralstelle) zugesandt worden ist. Diefer interessante
Vortrag behandelt u. A. auch die Frage, ob man allmählich
oder unmittelbar eine freie Bewegung gestatten solle, er
entscheidet sich für das Letztere, und faßt das Resultat seiner
Erörterungen in folgende treffende Bemerkungen zusammen.