Object : Lange, Max: Kritik der Grundbegriffe vom geistigen Eigenthum

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4.  Kap.  Moderne  Gesctzgebung.
terarischer  Werth  in  wissenschaftlicher  und  vermögensrechtlicher -
  Hinsicht  sich  finden  sollte.  Unter  diesen  Bedingungen -
  dürfte  sogar  die  inssere  Zusammenstellung  solcher  oben
gedachten  Gedankencombinationen,  welche  wegen  mangelnder ¬
  Wortdarstellung  durch  sprachliche  Formgebung  die  Individualität ¬
  nicht  erkennen  lassen,  für  den  literarischen  Verkehr ¬
  geeignete  Producte  schaffen  und  damit  indirect  das  Dasein -
  einer  schutzberechtigten  Autorthätigkeit  hervorrufen.
18.  Das  Wesen  eines  literarischen  Erzeugnisses  hängt
mit  dem  Dasein  einer  Autorthitigkeit  so  innig  zusammeu,
dass  nur  unter  dieser  Voraussetzung  seine  Möglichkeit  gedacht -
  werden  kann  und  daher  nur  diejenigen  besondern  Eigenschaften -
  noch  zur  Erwügung  kommen,  welche  das  Werk
einer  wirklichen  Antorthätigkeit  zum  literarischen  Producte
qualiliciren.  Nach  dem  Wortlaut  des  Gesetzes,  welches  literarische -
  Erzeugnisse  aller  Art  schützt,  hat  die  Rechtswissenschaft ¬
  den  Begriff  so  weit  als  möglich  auszudehen,  obwohl
nach  der  geschichtlichen  Entwickelung  vorziiglich  die  Werke
der  Wissenschaft,  von  denen  z.  B.  das  Preussische  Gesetz
ausdrücklich  redet,  unter  jenem  Begriffe  gedacht  worden
sin.  Fasst  man  aber  im  weiteren  Sinne  unter  den  Werken
der  Wissenschaft  alle  auf  wissenschaftlichem  Boden  erwachsenen -
  Erzeugnisse,  so  geniigt  fiir  jenen  Begriff  der  Charakter -
  wissenschaftlicher  Behandlung,  welcher  in  der  Formgegebung -
  seinen  Ausdruck  und  in  der  umfassenderen  Bezeichnung -
  des  Gesetzes  selbst  seine  Stütze  findet.  In  diesem
Sinne  gilt  für  die  Producte  wahrer  Autorthätigkeit  (welche
cigenthimliche  Gedankencombinationen  in  invidueller  Formgebung ¬
  hervorruft)  zunächst  die  Bedingung,  dass  sie  cin  einheitliches, -
  wenn  auch  nicht  gerade  äusserlich  geschlossenes
(Heydem.  S.  98  und  Jolly  S.  101)  Ganze  bilden.  Dadurch
wird  in  materieller  Beziehung  die  Fühigkeit  jener  Producto
            
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