Siebendes Capitel.
§.15.
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Saltzburgische Emigramen und üͤber der freyen
Bekanntnuͤß des Evangelii hart verfolgte Glaubens=Genossen, -
maͤnnlichen und weiblichen Geschlechts, -
in Unsere arme Huͤtten auf und angenommen -
haben; Dann vorgestern bey spaͤter
Abends=Zeit sich anfänglich etliche und 40. in dem
Löbl. Burgermeister=Amt um solche Reception
sehr wehemuͤthig angegeben, die uͤbrige aber
Nachts um 6. Uhr, auch noch gestern Frühe, einige -
Krancke und Kindbetterinnen, unter Begleitung -
der Jhrigen eingefunden, die Wir sammentlich -
theils in unsere Evangelische Wirthshaͤuser
Rottenweiß einquartirt, theils Unsere ubrige
Evangelische, obwohlen meistentheils selbsten arme
Burgere, selbige als ihre Glaubens Bruͤder= und
Schwestern in grosser Menge gantz willig und
aus eigenem Christl. Antrieb in ihre Häuser zu
sich genommen, nicht nur guͤtlich verpfleget, mit
Verbesserung ihrer Leibs=Kleider beschencket, und
unterschiedliche in Dienste gemiethet, sondern auch
bey gestriger zweymahliger Aufstellung der Becken
vor denen Kirchen=Thuren ihnen eine sehr reichliche -
Beysteuer und Zehrpfenning, wie dann kein
eintziger gewesen, der seine Mildthaͤtigkeit unterlassen -
haͤtte, von ihrem wenigen Segen dargereichet -
haben, worzu dieselbe sowol in der von einem
allhiefig Christl. Ehe=Paar, auf den unschuldigen
Kindleins=Tag erst in diesem Jahr gestiffteten
und gestern zum erstenmahl gehaltenen Morgen¬Predigt, -
als auch in der am Nachmittag darauf
um dieser Heyl=begierigen Emigranten willen angestellten -
extraordinairen Predigt, aus GOttes
Wort
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