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§. 4.
Unterschied zwischen Anfall und Erwerbung
der Erbschaft.
Die Erwerbung einer Erbschaft setzt ferner einen
Anfall derselben voraus. Beydes geschieht nun entweder ¬
nach Verordnung der Gesetze zu gleicher Zeit, ohne
daß es einer weitern Erklärung bedarf, oder der Erbe
muß sich erst erklären, daß er die angefallene Erbschaft
haben wolle.
Das erstere findet bey den suis heredibus Statt, welche =
die ihnen angefallene väterliche Erbschaft ipso iure
acquiriren.
L. 14. D. de suis et legitimis hered. sagt: In suis heredibus ¬
aditio non est necessaria: quia statim ipso iure heredes ¬
existunt.
Man sehe hier vorzüglich Averanius Interpretat.
iur. Lib. I. cap. 9. und Pet. Claud. van GOETHEM Diss.
de suo herede. Lugd. Batavor. 1786.
Wenn Justinian sagt §. 2. I. de hered. quae ab
int. def. SUI HEREDES existimantur, qui in potestate morientis ¬
fuerint, so erschöpft dieser Begriff die Sache
nicht, wie schon Wilh. Ranchinus in Tr. de Successionibus ¬
ab intest. Cap. III. §. 1. bemerkt hat. Denn es
ist eine wesentliche Eigenschaft des sui heredis, daß ihm
niemand in demselbigen Stamm dem Grade nach vorgehe. -
Sodann sagt Justinian nachher selbst: Postumi
quoque, qui si vivo parente nati essent, in potestate
eius futuri forent, sui heredes sunt. Von einem postumus ¬
kann man nun aber doch nicht sagen, eum in potestate ¬
morientis fuisse, wie auch schon Paulus bemerkt
L. 12. D. de collat. bonor.
Sui