Full text : Dokumentationshandbuch Ostdeutsche Lebensverläufe im Transformationsprozess - Dokumentation verwendeter Materialien ([1], Teil 2)

Bericht  über  die  Prüfung  der  Daten
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vorhanden,  treten  diese  immer  an  den  Schnittstellen  eines  Wertewechsels  der
Filterbedingungsvariablen  auf.  Bei  der  optischen  Prüfung  der  Daten  brauchen  also  nicht
alle  Einzeldaten  sondern  nur  diese  Schnittstellen  kontrolliert  zu  werden.  Eine  Selektion
der  fehlerhaften  Fälle  durch  aufwendige  Formulierung  aller  möglichen
Fehlerbedingungen  ist  daher  bei  dieser  Art  der  Prüfung  nicht  notwendig.
Datenkorrektur
4.
Die  Daten  der  Lebensverlaufsstudie  durchliefen,  alle  drei  der  oben  beschriebenen
Stadien  der  Datenprüfung.  In  edierten  Modulen  entdeckte  Probleme  wurden  entweder
direkt  mit  Hilfe  des  Editionsregelwerks  korrigiert,  oder  zur  Einzelfallbearbeitung  zurück
ans  Editionsteam  verwiesen.  Für  einige  zentrale  Module  wurde  der  Datenprüf-  und  der
Datenkorrekturvorgang  mehrfach  wiederholt,  vor  allem  dann,  wenn  nach  der
abschließenden  Datenprüfung  nachträglich  noch  Datenkorrekturen  aus  der  Edition  in
die  Daten  einflossen.  Aus  arbeitsorganisatorischen  Gründen  musste  in  manchen  Fällen
die  logische  Abfolge  der  Arbeitsschritte  von  Edition  zu  Datenprüfung  durchbrochen
werden.  So  wurde  z.B.  die  Berufsvercodung,  mit  dem  Ziel  die  Gesamteditionszeit  zu
verkürzen,  separat  bereits  durchgeführt,  bevor  die  Erwerbsgeschichte  abschließend
ediert  war.  Da  es  aber  zwangsläufig  zu  Veränderungen  in  den  Erwerbsdaten  durch  den
Editionsprozess  kam,  mussten  die  separat  vercodeten  Berufe  nachträglich  drauf  hin
überprüft  werden,  ob  sie  noch  den  korrekten  Bezug  zu  den  edierten  Daten  hatten.  Bei
den  Fälle,  die  durch  die  Edition  verändert  worden  waren,  mussten  diese  Angaben
nachvercodet  und  nachträglich  erneut  auf  Korrektheit  geprüft  werden.  So  gestaltete  sich
die  idealtypische  "abschließende  Datenprüfung",  zumindest  für  die  edierten  Module,
eher  als  permanente  editionsbegleitende  Datenprüfung.
Bei  den  nicht-edierten  Modulen  erfolgten  dagegen  die  Datenkorrekturen  nach
Datenprüfung  ausschließlich  auf  Basis  der  Filterlogik.
Die  hier  beschriebenen  Maßnahmen,  die  zur  Datenprüfung  ergriffen  wurden,  zeigen,
dass  die  Daten  der  Lebensverlaufsstudie  als  außerordentlich  intensiv  und  gut  geprüfte
Daten  gelten  können.  Das  bedeutet  natürlich  nicht,  dass  sie  absolut  fehlerfrei  sind.
Jeder,  der  sich  mit  der  Prüfung  von  Daten  beschäftigt,  kennt  das  Phänomen,  das  selbs
nach  zigfacher  Kontrolle  immer  noch  irgendetwas  übersehen  wurde.  Die  Erfahrung
zeigt  jedoch,  dass  das  Ausmaß  der  noch  vorhandenen  Fehler  durch  unsere  Prüfverfahren
auf  ein  für  Auswertungszwecke  irrelevantes  Maß  gesenkt  werden  konnte.
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