Bericht über die Prüfung der Daten
6
vorhanden, treten diese immer an den Schnittstellen eines Wertewechsels der
Filterbedingungsvariablen auf. Bei der optischen Prüfung der Daten brauchen also nicht
alle Einzeldaten sondern nur diese Schnittstellen kontrolliert zu werden. Eine Selektion
der fehlerhaften Fälle durch aufwendige Formulierung aller möglichen
Fehlerbedingungen ist daher bei dieser Art der Prüfung nicht notwendig.
Datenkorrektur
4.
Die Daten der Lebensverlaufsstudie durchliefen, alle drei der oben beschriebenen
Stadien der Datenprüfung. In edierten Modulen entdeckte Probleme wurden entweder
direkt mit Hilfe des Editionsregelwerks korrigiert, oder zur Einzelfallbearbeitung zurück
ans Editionsteam verwiesen. Für einige zentrale Module wurde der Datenprüf- und der
Datenkorrekturvorgang mehrfach wiederholt, vor allem dann, wenn nach der
abschließenden Datenprüfung nachträglich noch Datenkorrekturen aus der Edition in
die Daten einflossen. Aus arbeitsorganisatorischen Gründen musste in manchen Fällen
die logische Abfolge der Arbeitsschritte von Edition zu Datenprüfung durchbrochen
werden. So wurde z.B. die Berufsvercodung, mit dem Ziel die Gesamteditionszeit zu
verkürzen, separat bereits durchgeführt, bevor die Erwerbsgeschichte abschließend
ediert war. Da es aber zwangsläufig zu Veränderungen in den Erwerbsdaten durch den
Editionsprozess kam, mussten die separat vercodeten Berufe nachträglich drauf hin
überprüft werden, ob sie noch den korrekten Bezug zu den edierten Daten hatten. Bei
den Fälle, die durch die Edition verändert worden waren, mussten diese Angaben
nachvercodet und nachträglich erneut auf Korrektheit geprüft werden. So gestaltete sich
die idealtypische "abschließende Datenprüfung", zumindest für die edierten Module,
eher als permanente editionsbegleitende Datenprüfung.
Bei den nicht-edierten Modulen erfolgten dagegen die Datenkorrekturen nach
Datenprüfung ausschließlich auf Basis der Filterlogik.
Die hier beschriebenen Maßnahmen, die zur Datenprüfung ergriffen wurden, zeigen,
dass die Daten der Lebensverlaufsstudie als außerordentlich intensiv und gut geprüfte
Daten gelten können. Das bedeutet natürlich nicht, dass sie absolut fehlerfrei sind.
Jeder, der sich mit der Prüfung von Daten beschäftigt, kennt das Phänomen, das selbs
nach zigfacher Kontrolle immer noch irgendetwas übersehen wurde. Die Erfahrung
zeigt jedoch, dass das Ausmaß der noch vorhandenen Fehler durch unsere Prüfverfahren
auf ein für Auswertungszwecke irrelevantes Maß gesenkt werden konnte.
110