zu entscheiden. Die Entscheidung lautete: „Eines allein
ist notwendig, Maria hat den besten Teil erwählt." Es
war ein einfaches, schlichtes und doch so bedeutsames
Wort; ausgesprochen in den trauten Räumen des gastlichen -
Hauses von Bethanien verklärte es die stille
reizvolle Szene der liebevollen Aufnahme, die der göttliche -
Heiland bei den beiden Schwestern fand. Marthas
Klage verstummte; wie ein Lichtstrahl hatte das Wort
des Heilandes das Gewölk ihrer Sorge verteilt. Aber
dieses schlichte Wort ist auch über die Schwelle jenes
Hauses hinausgegangen bis zu den Grenzen der Erde
und ist im Laufe der Jahrhunderte fortgeklungen, wie
eine Parole des Himmels die Geister der Menschheit
aufrüttelnd; wie ein Wegweiser, der die Flammensprache -
der Ewigkeit in das Getriebe einer unruhig,
hastig jagenden und niemals zum Frieden kommenden
Welt hineinspricht. „Eines ist notwendig," ein Wort,
so wahr, wie es wahr ist, daß es eine Ewigkeit giebt;
ein Wort, so gewaltig, wie von den Interessen des
Himmels die Geister mehr als von denen der Erde gefangen -
genommen werden; ein Wort, das jedem gilt,
dem König und dem Bettler, dem Gelehrten und dem
Arbeiter, Mann und Weib, auch dir, Jungfrau, in
den Tagen deiner Jugend bis zu dem letzten Hauche
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deines Erdenlebens: „Eines allein ist notwendig."
Was ist denn dieses Eine Notwendige? Der
Katechismus giebt die Antwort: Wir sind auf Erden,
um Gott zu erkennen, ihn zu lieben, ihm zu dienen, und
dadurch in den Himmel zu kommen. Das Eine Notwendige -
ist die Erreichung des Zieles, wozu wir geschaffen -
sind, die Lösung der uns gestellten Lebensaufgabe. -
Wenn wir nicht ewig selig werden, haben
wir umsonst gelebt. Wir müssen unsere Seele retten
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Dgtalserungsvortage
Erzbischöfliche Diöz
Max-Planck-Institut für Bildungsforschung
Mar
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