Objekt : Hammer, Philipp: ¬Der christliche Vater in seinem Berufe

lax-Planck-Instit

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In  einem  Stücke  jedoch  stehen  viele  Tausende
unserer  Jünglinge  dem  in  dieser  Parabel  weit,  weit
voran,  nämlich  in  der  rohen  Verwilderung,  womit  sie
sich  ihren  —  Lüsten  hingeben.  So  versandte  der
Canisiusverein  folgende  Schilderung  unserer  modernen
Jugend:  „Klagend  kommen  uns  die  Eltern  entgegen
und  beweinen  ihre  ungeratenen  Kinder.  Ihr  Ungehorsam, -
  ihre  Lieblosigkeit,  ihr  Undank  hat  vielfach  das
Band  zerrissen,  das  die  Kinder  mit  den  Eltern  und
Geschwistern  verbunden.  Wir  erschrecken  vor  einem
Geschlecht,  welches  nicht  mehr  die  Freuden  der  Jugend,
aber  schon  sehr  die  Sünden  des  Alters  kennt.  Wir
beobachten  unsere  Jugend  in  der  Nähe  und  staunen
ob  der  Reden,  welche  sie  führt,  ob  der  Lieder,  welche
sie  singt,  ob  der  Flüche  und  Verwünschungen,  welche  sie
ausstößt.  Ist  es  zu  verwundern,  daß  ein  Geschlecht,
welches  nicht  gehorchen,  sondern  befehlen,  das  nicht
hören,  sondern  herrschen  will,  die  Auflehnung  gegen
geistliche  und  weltliche  Obrigkeit,  die  Störung  der
öffentlichen  Ordnung  und  Sicherheit  als  ordinären
Zeitvertreib  ansieht.  Es  ist  der  Geist  der  Unlauterkeit,
der  in  Gesinnung,  Wort  und  That  die  heranwachsende
Jugend  bewegt;  die  schändlichsten  Worte  und  Bilder
sind  mit  Kohle  und  Kreide  an  Mauern  und  Wänden
zu  sehen  und  zu  lesen,  welche  selbst  an  den  Wänden
geheimer  Orte  Ekel  erregen.  Es  fehlt  die  Freude  an
Gott  und  der  Religion,  die  Gottesfurcht,  jener  Boden,
auf  dem  allein  das  Gute  gedeihen,  das  Heilige  wachsen
kann.  Der  Sonntag  ist  so  recht  der  Tag,  wo  die
meisten  Unsittlichkeiten,  die  meisten  Ausbrüche  der  Roheit,
die  meiste  Verletzung  der  Ehre  Gottes  und  des  Nächsten
stattfinden.  Wahrlich,  man  müßte  mit  Blindheit  geschlagen -
  sein,  wenn  man  die  zunehmende  Entsittlichung
unseres  Geschlechtes  nicht  sehen  und  nicht  zugeben
wollte,  daß  eine  Gottlosigkeit  herrscht,  so  ausgelassen,
Digitalisierungsvorlage:
Erzbischöfliche  Diöz
d
orschun
            
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