Metadaten : Lanz, José María: Versuch über die Zusammensetzung der Maschinen

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Die  Formel  für  den  Werth  der  durch  eine  elastische  Flüssigkeit  erzeugten  Kraft  führt  sehr
einfacher  Weise  auf  die  Auflösung  der  Aufgabe,  deren  Gegenstand  die  Bestimmung  der  Geschwindigkeit ¬
  ist,  welche  die  verschiedenen  Körper  eines  durch  plötzliche  Ausdehnung  eines  Gases
in  Bewegung  gesetzten  Systems  erlangen.  Wenn  wir  eine  beliebige  Anzahl  von  Körpern  betrachten, ¬
  deren  Größen  M,  M',  M"  u.  s.  w.  und  deren  Geschwindigkeiten  U,  U',  U"  u.  s.  w.
seien,  die  von  der  Flüssigkeit  erzeugte  lebendige  Kraft  F  nennen  und  die  angegebene  Rechnungsart ¬
  beibehalten,  so  ist  zunächst  MU2  +MU/2+M'U"+...—  F.  Da  jedoch  auf  alle  gedachten ¬
  Körper  nur  einerlei  Kraft  wirkt,  so  müssen  auch  die  Größen  der  Bewegung  (die  mechanischen ¬
  Momente)  für  einerlei  Zeitpunkt  einander  gleich  sein,  woraus  sich  Mu  —  M'u'=M'u"
u.  s.  w.  ergiebt.  Diese  Gleichungen  mit  der  ersten  verbunden,  geben  die  Werthe  von
u,  u',  u"  u.  s.  w.
Wenn  man  nicht  mehr  als  zwei  Körper  betrachtet,  so  geben  die  vorhergehenden  Gleichungen ¬
  die  Auflösung  der  Aufgabe  von  der  Bewegung  eines  aus  einem  Geschütze  abgeschossenen
Körpers;  man  kann  dadurch  die  Geschwindigkeit  der  Kugel  und  die  des  Rücklaufes  und  außerdem ¬
  noch  die  Größe  der  Ladung  bestimmen,  bei  welcher  der  Effect  ein  Größtes  ist.  Ich  will
mich  bei  der  Auflösung  dieser  verschiedenen  Aufgaben,  die  nicht  die  geringste  Schwierigkeit  haben,
nicht  aufhalten,  da  sie  für  die  Ausübung  ohne  Nutzen  sind,  weil  es  nicht  wahrscheinlich  ist,  daß
die  Veränderung  der  Elasticität  des  durch  die  Entzündung  des  Pulvers  entstehenden  Gases  nach
Mariotti's  Gesetze  erfolge.  Auch  müßte  man,  wenn  man  die  aus  dem  gedachten  Gase  zu
erhaltende  lebendige  Kraft  bestimmen  wollte,  seine  Schlüsse  auf  den  beobachteten  Effect  gründen.
Wenn  man  die  Masse  der  Kugel  mit  M,  und  ihre  Geschwindigkeit  mit  u  bezeichnet  und  die
Masse  des  Geschützes  durch  M  ausdrückt,  so  findet  man  nach  dem  Vorhergehenden  die  lebenM ¬

dige  Ktroft  geich  Mns  (1  4  dr)
Die  lebendige  Kraft,  welche  aus  einer  Flüssigkeit  erhalten  werden  kann,  läßt  sich  nicht  stets
vollständig  auf  den  Widerstand  fortpflanzen.  Zuvörderst  kann  die  Flüssigkeit,  nachdem  sie  ihre
Wirkung  gethan  hat,  noch  eine  gewisse  Geschwindigkeit  behalten  haben,  der  Werth  der  Verminderung ¬
  des  Effectes  aus  diesem  ersten  Grunde  läßt  sich  jedoch  stets  leicht  bestimmen,  da  in
jedem  Falle  aus  der  Einrichtung  der  Maschine  selbst  leicht  hervorgeht,  welche  Geschwindigkeit
die  Flüssigkeit  behält.  Es  ist  übrigens  klar,  daß  man  unter  dieser  Geschwindigkeit  nicht  die  der
Flüssigkeit  in  Bezug  auf  die  Maschine,  sondern  die  absolute  Geschwindigkeit  verstehen  muß,  wie
Daniel  Bernoulli  in  seiner  Hydrodynamique  deutlich  gezeigt  hat.  Von  der  Wichtigkeit
dieser  Unterscheidung  kann  man  sich  einen  sehr  deutlichen  Begriff  machen,  wenn  man  die  Wirkungen ¬
  der  Centrifugalmaschine  betrachtet.  Bekanntlich  besteht  diese  Maschine  aus  einer  gewissen
Anzahl  von  Röhren,  welche  um  eine  lothrechte  Drehachse  so  angebracht  sind,  daß  ihre  Mittel¬
            
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