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1. Buch. 1. Tit. §. 43.
Diejenigen, welche sie bejahen, berufen sich theils auf den
bekannten Ausspruch des Prätors: Quod quisque iuris in
alterum statuerit, ut ipse eodem iure utatur, theils auf einige ¬
andere Stellen des roͤmischen Gesetzbuchs, in welchen
einem Regenten die Beobachtung seiner Gesetze empfohlen
wird *). Andere hingegen, gestützt auf den bekannten
Grundsatz des Ulpians 3°): Princeps legibus solutus est,
wollen den Landesherrn von der Verbindlichkeit seiner Gesetze ¬
ganz freysprechen. Allein die Beweise, die man für
und wider die Sache aus dem römischen Rechte beybringt,
sind von keinem sonderlichen Gewicht. Denn offenbar gehe
jener
allgemein Einleitung in das Privatfürstenrecht überhaupt. Tü | |
bingen 1783. Kap. IV. §. 51. u. 52. Pütters Erörterungen =
und Beyspiele des teutschen Staats= und Fürstenrechts.
Band l. Heft 2. Nr. 4. S. 160-185. und Heft. IV. Nr. 10.
S. 457— 469. HOMMEL Rhapsod, Quaest. For. Vol. III. Obs.
480. Häberlins Handbuch des teutschen Staatsrechts Th.
II. §. 227. Carl Heinr. Heydenreichs Grundsätze des
natürlichen Staatsrechts, und seiner Anwendung. Th. I. S. 164.
folg. und Wilh. Aug. Frid. Danz Handbuch des heutigen
teutschen Privatrechts nach dem System des Hofr. Runde
1. Band (Stuttgard 1796. 8.) §. 5.
29) L. 4. C. de. LL. et Constitut. Princip. Digna vox est maiestate ¬
Regnantis, legibus alligatum se Principem profiteri; und
L. 3. C. de testament. Nihil tam proprium imperii est, quam
legibus vivere. Daß es allerdings vieles beytrage, bey den Unterthanen ¬
Gehorsam gegen die Gesetze einzuflößen, wenn sie bemerken, =
daß der Fürst selbst Achtung dafür hat, ist ausser
Zweifel.
30) L. 31. D. de Legib. Ueber diese Stelle ist viel commentirt
worden. Die verschiedenen Schriften hat Majer a. a. O.
§. 51. Not. 53. S. 133. vollständig angeführt.