Inhaltsverzeichnis : Annalen des teutschen Reichs (H. 2 (1793))

149
möglich,  eine  Bahn,  die  zwar  eben  und  schön,  dennoch
aber  nur  in  einiger  Entfernung  sich  darstellte,  zu  erreichen. -
  Dieser  wichtige  Punkt,  welcher  das  schönste
Kleinod  eines  Reichsfürsten  bezielte,  mußte  erst  in  den
nachfolgenden  Zeiten  seine  Entwickelung  finden.  Damals -
  ereigneten  sich  solche  wichtige  Hindernisse,  die  jede
Hoffnung  einer  Möglichkeit,  wenigstens  auf  eine  Zeitlang, -
  entfernten.  Natürlich  war  der  Kaiserliche  Hof,
aus  solchen  Gründen,  die  für  die  nicht  gar  lange  vorher -
  geschehene  Einführung  mehrerer  Fürstlichen  Häuser -
  in  den  Reichsfürstenrath  gesprochen  hatten,  und
auch  bey  diesem  Fall,  in  eben  der  Maße  wieder  eintraten, -
  gewiß  nichts  weniger,  als  abgeneigt,  ein  Gesuch
zu  befoͤrdern,  das  immer  fuͤr  das  Erzherzoglich  Oesterreichische -
  Haus,  in  sehr  vielem  Betracht  wichtig  und
in  der  Folge  vortheilhaft  seyn  konnte.  Damals  scheint
wenigstens  der  erste  Plan  gezeichnet  zu  seyn,  der  aber  noch
nicht  ausgefuͤhret  werden  konnte.  Schon  bey  den  Westphälischen -
  Friedenstraktaten  1645  war  man  wegen
der  neuen  Fuͤrsten  schwuͤrig  geworden.  Schon  war  bey
Gelegenheit  der  Erhebung  des  Fürstlich  Eggenbergischen -
  Hauses  die  Stimme  der  Reichsstände  laut
gehöret  worden.  Die  Wahlkapitulation  weyland  Ferdinand -
  des  Vierten  (f5),  war  mit  einer  Stelle  vermehret -
  worden,  die  den  Wuͤnschen  der  Fuͤrsten  ihr  Daseyn
zu  danken  hatte  und  ihre  Gesinnungen  deutlich  genug
zu  erkennen  gab.  Auf  dem  Reichstage  von  1654  war
gleich¬K -
  5
(13)  Wir  wollen  in  der  Folge  bemerklich  machen,  auf  welche
Weise  diese  Stelle  in  der  Folge  eine  nähere  Bestimmung  und
Erweiterung  erhalten  hat.  Der  Römische  König,  dem  Sie
vorgeschrieben  war,  kam  nicht  in  den  Fall  diese  Klausul  zu
erfüllen,  oder  dagegen  zu  handeln.  Er  starb  noch  bey  Lebzeiten -
  seines  Vaters  Ferdinands  des  Dritten.
Vorege
Staatsbibliothek
Max-Planck-Institut  für
zu  Berlin
            
Waiting...

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzerin, sehr geehrter Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.

powered by Goobi viewer