Metadata : Gripp-Hagelstange, Helga: Zur Struktur ehelicher Interaktion

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im  Umgangston  zu  zeigen,  daß  es  sich  bei  seiner  Frau
aber  eben  nicht  um  relativ  seltene  Einzelfälle  handelt,
sondern  daß  sich  "das"  bei  ihr  "häuft"  und  das  ist
dann  seiner  Meinung  nach  nicht  mehr  so  einfach  zu  entschuldigen. -

M.a.W.:  Herr  B.  greift  mit  seiner  Zurückweisung  der
Bemerkung  von  B2,  die  eben  den  wahren  Sachverhalt
nicht  richtig  kennt,  zugleich  seine  Frau  weiter  an.
Frau  B.,  die  sich  vielleicht  durch  die  Bemerkung  des  Be-O. -

obachters  in  ihrer  Position  etwas  gestärkt  gefühlt  hatte,
mußte  jetzt  sehen,  daß  diese  Bemerkung  ihren  Mann  nicht
davon  abhalten  konnte,  bei  seiner  Meinung  zu  bleiben  beziehungsweise -
  sie  weiter  zu  explizieren.
Frau  B.  sucht  nach  neuen  Erklärungen,  warum  sie  sich  so
1.
verhält:  "Beispielsweise  sagt  sie  dauernd,  daß  die  Kinder -
  auf  ihre  Trinkbecher  aufpassen  sollen  und  muß  dann
erleben,  daß  abends  doch  alles  verschüttet  ist."
2.  Frau  B.  versucht  hier  offenbar,  ihre  abstrakte  Aussage
von  34  M  11  an  einem  Beispiel  in  bezug  auf  die  Kinder
zu  verdeutlichen.  Die  Wahl  ihres  Beispiels  ist  sicherlich -
  durch  zwei  Momente  bestimmt:  Einmal  wählt  sie  die
Alltagssituation  mit  den  Kindern,  um  damit  die  Beziehung
zu  ihrem  Mann  aus  dem  Spiel  zu  lassen.  Sie  signalisiert
also:  Das  was  sich  bei  mir  so  "staut",  hat  nichts  mit
dir  (ihrem  Mann)  beziehungsweise  unserer  Situation  zu
tun,  sondern  es  geht  hier  um  den  täglichen  Kleinkrieg
mit  den  Kindern.  Zum  zweiten  mag  sie  dieses  Beispiel
mit  den  Kindern  wählen,  um  ihrem  Mann  implizit  zu  zeigen, -
  wie  beansprucht  sie  sich  durch  die  Kindererziehung
fühlt.
3.  Bewußt  oder  unbewußt  werden  an  dieser  Stelle  von  Frau  B.
an  der  Beziehung  zu  ihren  Kindern  stellvertretend  be-
            
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