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1. Buch. 1. Tit. §. 28.
so: die Jurisprudenz sey eine Wissenschaft göttlicher und
menschlicher, oder geistlicher und weltlicher Rechte 7*). Noch
andere denken sich unter den rebus divinis das natürliche
und unter den rebus humanis das positive Recht*); die
Rechtsgelahrheit sey also die Wissenschaft des natürlichen
und positiven Rechts. Man erkläre nun die Definition
des Ulpians, wie man will, so bleibt die Sache immer
undeutlich, und sie kann daher h. z. T. um so weniger
gebraucht werden, da sie aller Wahrscheinlichkeit nach aus
den Grundsätzen und Begriffen der Stoiker herrühre 75).
§. 28.
Zwey Haupteigenschaften des Rechtsgelehrten.
Ein Rechtsgelehrter, welcher auf die Würde dieses
Namens einen gegründeten Anspruch machen will, muß
also a) eine Fertigkeit haben, die Gesetze auf
die
74) BYNCKERSHOEK in Diss. de cultu relig peregr. Diss. I. in
Opusc. (Lugd. Batav. 1719.) pag. 237. seq. GEBAUER Diss. de
lustitia et iure §. 11. ECKHARDUS in Hermenevt. iuris Lib. I.
cap. 4. §. 134. A. F. SCHOTT Specim. iuris Digestor. ad Tit.
de lust. et lure Lipsiae 1775. §. 2. BRISSONIUS Antiquitat.
Lib. IV. c. 16. Höpfner im Commentar. § 22. Desgleichen =
MURETUS, MARCILIUS und IAN. à COSTA ad § 1. 1. de
I. et I.
75) Lac. PERENONIUS in Animadvers. Lib. I. cap. 24. und Ge.
Sam. MADIIIN in Institut. iuris civ. (Halae 1764.) Praecogn.
gen. Cap. II. Tit. 1. §. 57.
76) S. Pet. BURGII Elector. libr. cap. I. (in Thes. I. R. Otton.
T. I. pag 311.) Thom. PAPILLONII Commentar. in Tit. hunc.
(Tom. II. Thes. Meermann pag. 566.) und WALCH ad ECkHARDI ¬
Hermenevt. iuris. pag. 223. sq.