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De iustitia et iure.
dem Ablaufe zweyer Monathe seine Gültigkeit erlange;
allein diese Meinung ist völlig ungegründet, und daher mit
Recht von andern Rechtsgelehrten verworfen worden 7).
Denn die Nov. 66. c. 1. enthält keine allgemeine Regel,
sondern schränkt sich lediglich auf diejenigen Verordnungen ¬
Justinians ein, welche die Testamente betreffen; und
selbst in Ansehung dieser soll es bey der Regel bleiben, wie
die Anfangsworte des ersten Kapitels deutlich beweisen:
Sancimus, ut ex illo tempore constitutiones nostrae de testamentis ¬
valeant, ex quo in commune manifestae factae
sunt. Justinian will nur, daß sich nach zwey Monathen
niemand weiter mit der Unwissenheit entschuldigen solle.
(Ita enim nemo plane excusationem habebit, quare
legem nostram non observet). Doch leidet unsere
Regel alsdann ohnstreitig eine Ausnahme, wenn der
Gesetzgeber bey der Bekanntmachung eines Gesetzes eine
gewisse Zeit bestimmt hat (vacatio), nach deren Verlauf =
erst die verbindliche Kraft seiner Disposition ihren
Anfang nehmen soll, wovon uns die Lex lulia et Papia
Poppaea *°), desgleichen die Justinianeischen Gesetzsammlun ¬
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MER in doctr. Digestor. eod. Tit. 3. §. 12. n. d. de WERNHER
Obs. for. T. I. P. IV. Obs. 201. in Suppl. nov. de COCCEJI
lus civ. controv. Tit. de Legibus Qu. 8.
49) LEYSER Meditat. ad Pandect. Spec. VII. med. 8. REINHARTH
select. Observat. ad Christinaeum Vol. I. Obs. 33. GAERTNER
Meditat. pract. med. 11. WESTENBERG in Digestis tit. de LL.
§. 12. HOFACKER in Princip. iuris civ. Rom. Germ. T. I.
§. 86. und EMMINGHAUS in Not. ad COCCEJI lus civ. controv.
cit. loc. not. w. pag. 49.
50) HEINECCIUS in Commentar. ad L. Iul. et Pap. Poppaeam
Lib. I. c. 3. pag. 48.