Full text: Reinhold, Ernst: Lehrbuch der philosophisch propädeutischen Psychologie nebst den Grundzügen der formalen Logik

 
x-Planck¬ 
III. Absch. Von d. Formen d. syst. Urtheilsgebrauches. 265 
conjunctiven Urtheil ausgeführt, und ist die Begriffser¬ 
 
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klärung, die Definition im weiteren Sinne. 
138. Nach drei verschiedenen Modificationen des 
Zweckes, den wir bei der Inhaltsangabe des Begriffes 
im Auge haben, mithin des wissenschaftlichen Bedürfnis¬ 
ses, welches durch den methodischen Gebrauch des con¬ 
junctiven Begriffsurtheiles befriedigt werden soll, unter¬ 
scheiden sich drei Arten, — 
genauer ausgedrückt, drei 
Stufen in der Vollständigkeit — der Erklärung. Erstlich 
kann es uns bloß darum zu thun seyn, daß wir über den 
Sinn, welcher mit der Bezeichnung des Begriffes zu ver= 
binden ist, so weit uns verständigen, wie erfoderlich ist, 
um den Begriff von allen andern, insbesondere also von 
den sinnverwandten Begriffen zu unterscheiden, und ihn 
in seiner Besonderheit anzuerkennen. Eine Erklärung. 
welche nichts weiter, als dies beabsichtigt, und welche da¬ 
her nur ein ihrem Begriffe charakteristisches, zum Kenn¬ 
zeichen seiner Eigenthümlichkeit zureichendes Merkmal an¬ 
zugeben braucht, ist die Namenerklärung (Nominaldefini¬ 
tion). Der Grad des Inhaltsverständnisses, der durch 
sie in unserem Denken erreicht wird und als die unterste. 
selbst wieder in verschiedenen Abstufungen hervortretende 
Hauptstufe dieses Verständnisses betrachtet werden kann. 
pflegt die logische Klarheit des Begriffes genannt 
zu werden. Die Klarheit gehört auch unserem Vorstellen 
der nicht in Bestandtheile auflösbaren, der einfachen
	        
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