Full text: Psychologie. ¬Die Lehre von dem Erkenntnißvermögen (Th. 1)

Max-Planck-Institut für Bildungsforschung 
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1. Theil. Die Lehre vom Geiste. Erkenntnißvermögen. 
ten begreiflich ist, d. i. weil die Vernunft die Wahrheit dieser Aussage nicht 
bezweifeln kann, ohne etwas, wenn auch nicht an sich Undenkbares, d. i. Wi¬ 
dersprechendes, doch ohne etwas an sich Unbegreifliches zu glauben, d. h. ohne 
etwas zu glauben, welches entweder keinen zureichenden Grund oder keine entspre¬ 
chende Folge hat. Diesen Autoritätsglauben haben wir im Sinne, wo wir sagen: 
ich glaube es nicht, sondern ich weiß es (richtiger: ich glaube es nicht nur, 
sondern ich weiß es): womit wir sagen wollen, unser Glaube sei nicht etwa ein 
bloßes Annehmen, was auch möglicher Weise ein blindes sein könnte, son¬ 
dern es stütze sich insbesondere auf ein (für zuverlässig gehaltenes) Wissen.
	        
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