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kam, und zwar bei einem, der nicht raten konnte.
Da fing er auf einmal an: „Von Kindheit an trage
ich große Verehrung zum hl. Joseph, an ihn aber
pflegt man sich in Berufsangelegenheiten zu wenden;
ich weiß also, was ich tue; ich halte eine neuntägige -
Andacht zum hl. Joseph, um Licht zu bekommen -
und den Beruf zu erkennen, in dem ich Gott
dienen soll!" — Vertrauensvoll wurde die Novene
zum heiligen Zimmermann von Nazareth gehalten,
und als sie um war, da — packte mein Freund
seine Sachen zusammen, um dem Wunsche der Mutter
gemäß nach Hause zu reisen und Kaufmann zu werden.
Jahre vergingen, und ich dachte mir nicht anders,
als er sei Kaufmann geworden und habe den geistlichen -
Stand an den Nagel gehängt. Da las ich
eines Tages seinen Namen in der Zeitung als Sekretär -
eines Bischofes, mit dem er nach Rom und
von da nach Jerusalem zum Heiligen Grabe wallfahrtete. -
Er war also doch in den geistlichen Stand
getreten, und es hatte der hl. Joseph geholfen, den
Widerstreit der Pflichten zu seinem Vorteil beizulegen
und den Wunsch der Mutter insofern zu erfüllen, daß
er, statt weltlicher, geistlicher Kaufmann wurde.
Was nun aber hier eine fromme Mutter, freilich
genötigt durch schmerzliche Verhältnisse, mit ihrem
einzigen Sohne tat oder vielmehr bloß tun wollte,
ihn nämlich aus dem geistlichen Stande herausreißen,
davon sollen andere fromme Mütter, die nicht in
gleicher Lage sind, das gerade Gegenteil tun, wenigstens -
das eine oder das andere Kind, selbst wenn es
das einzige ist, dem geistlichen Stande, d. h. ausschließlich -
dem Dienste Gottes widmen und bei einem
etwaigen Widerstreit der Interessen die Vermittlerrolle -
des hl. Joseph zugunsten des geistlichen Standes
übernehmen. Und damit sollen sie durchaus nicht so