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Auf diese Weise kann bestimmt werden, welcher Teil der Bestandveränderungen -
seit dem Basisjahr, das heißt welcher Teil
des "Schülerbergs" demografisch bedingt war und welcher Teil
auf Auswirkungen anderer Faktoren zurückzuführen ist. Nun
gibt es allerdings kein sozusagen normales Geburtsjahr und auch
keine normale Schülerzahl, so daß von vornherein kein bestimmtes
Jahr als Basisjahr schlechthin in Frage kommt. Zudem setzt das
Wachstum der Schülerzahlen in verschiedenen Institutionen und
auf verschiedenen Stufen des Bildungssystems zu unterschiedlichen
Zeitpunkten ein. Aus Gründen der Vergleichbarkeit der zeitlichen
Entwicklung soll hier jedoch derselbe Ausgangspunkt gewählt werden, -
und um nicht allzu viele Änderungen der statistischen Abgrenzungen -
allzu unterschiedlich geprägter Zeiträume einzubeziehen, -
wird im folgenden die Situation des Jahres 1960 zugrunde
gelegt und für die letzten 15 Jahre die aufgrund der demografischen -
Entwicklung erwartbare Schüler- und Studentenzahl an lediglich -
vier Schularten, nämlich Grund- und Hauptschulen, Realschulen, -
Gymnasien und Hochschulen (Wissenschaftliche Hochschulen
einschließlich der Pädagogischen Hochschulen und Kunsthochschulen)
den Ist-Ergebnissen aus der Schüler- und Studentenstatistik
gegenübergestellt.
Wir haben es in diesem Zeitraum bei den betrachteten Institutionen -
fast durchweg mit steigender Schüler- und Studentenzahl zu
tun. Wenn dabei die Entwicklung der bei konstantem relativem
Schulbesuch zu erwartenden Schülerzahl unter dem Ist-Ergebnis
liegt, so zeigt sie an, wieviel der Erhöhung seit 1960 auf
demografische Einflüsse zurückzuführen ist; die Differenz zur
Entwicklung der Ist-Ergebnisse gibt an, welcher Teil des Anstiegs
durch andere Faktoren zustande gekommen ist. Die demografische
Komponente und die bildungspolitisch oder durch Verhaltensänderungen -
bedingte Komponente wirken in derselben Richtung und
summieren sich. Liegt dagegen die demografisch erwartbare Schülerzahl -
über dem Ist-Ergebnis, so hat sich die bildungspolitisch
oder durch Verhaltensänderungen bestimmte Komponente in Richtung
einer Reduzierung derjenigen Schülerzahl ausgewirkt, die sich
aufgrund der demografischen Entwicklung ergeben hätte.