Methode
Gruppe der Lehrer als zur Gruppe der Facharbeiter aufweist (eigenes Bildungsniveau und
Bildungsniveau der Väter, Vorhandensein von Kindern sowie Wohnform und Kirchenzugehörigkeit) -
und daß (3) ausschließlich in der Gruppe der Facharbeiter eine Mehrzahl von
Personen eine normative Lebenssituation aufweist, während die Gruppen der Lehrer und der
Sannyasins die hier berücksichtigten Entwicklungsaufgaben des mittleren Erwachsenenalters
nur zum Teil bewältigt haben.
Nach den hier vorgestellten Analysen der soziodemographischen Merkmale läßt sich feststellen, -
daß die beiden im Abschnitt 2.4 vorgestellten Hypothesensätze ("Soziokultureller
Wandel" vs. "Normativitât der Lebenssituation") zusammenfallen, wenn man das hier berücksichtigte -
Kriterium akzeptiert (Kombination von "Stabilität des Berufsverlaufs", "Langfristige -
Beziehung" und "Elternschaft"). Die hier vorgestellten Analysen zur Normativität der
Lebenssituation werden in der Diskussion der Ergebnisse berücksichtigt (s. Kapitel 5).
3.3 Instrumente
Die Untersuchungspersonen wurden mit Hilfe zweier methodisch unterschiedlicher Ansätze
untersucht. Zum einen wurden alle Untersuchungspersonen in halbstandardisierten Interviews -
sehr ausführlich zu identitätsrelevanten Themen befragt, zum anderen wurden den
Untersuchungspersonen eine Reihe standardisierter Skalen vorgelegt, um die oben beschriebenen -
Hypothesen auf methodisch unterschiedlichen Wegen überprüfen zu können.
3.3.1 Interviews
Für den Interview-Teil der Untersuchung wurde eine Kombination von standardisierten und
narrativen Methoden verwendet. Das Kernstück der Untersuchung bildet ein halbstrukturiertes -
Interview, das auf einem Interviewleitfaden aufbaut, der sicherstellt, daß in dem jeweiligen -
Interview die unterschiedlichsten, identitätsrelevanten Lebensbereiche angesprochen
werden. (Der Interviewleitfaden findet sich im Anhang B.)
Zu Beginn des Interviews wurde darum gebeten, die eigene Lebensgeschichte, die
gegenwärtige Lebenssituation sowie Zukunftspläne zu berichten (3 Fragen). Anschließend
wurde zu neun Themenkomplexen sehr detailliert gefragt. Insgesamt wurden 149 Fragen an
Verheiratete, 147 Fragen an nicht-verheiratete, aber in Beziehungen lebende Personen und
145 Fragen an Alleinstehende gestellt.
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