221 -Grundsätzlich -
ist der Arbeitsplatz durch eine relativ hohe Belastungskontrolle -
gekennzeichnet. Der Arbeiter kann die Belastungen in Grenzen
halten, indem er zum Beispiel den Kran zum Heben und Transportieren
schwerer Werkstücke oder Maschinenteile (beim Umrüsten) benutzt, indem
er kleine Pausen einlegt oder Nebentätigkeiten (Programmkorrekturen ausführen, -
Meßvorgänge vornehmen) dann ausübt, wenn es ihm am besten paßt.
Lediglich die Umgebungsbelastungen bleiben unbeeinflußbar. Allerdings
wird die gegebene Belastungskontrolle durch das Akkordsystem teilweise
"kompensiert" Will Axel auf sein Geld kommen, dann verringern sich diese
Spielräume erheblich.
Zusammenfassend kann die Beanspruchungsstruktur von Axels Arbeitsplatz/tätigkeit -
als mäßig restriktiv bewertet werden. Zwar sind in allen
Beanspruchungskomponenten (psychische, physische, zeitliche, Umgebungsbelastungen) -
restriktive Anteile enthalten. Diese variieren über die Zeit
in Abhängigkeit von der Seriengröße und der Art der Werkstücke (Gewicht)
und den vorgegebenen Terminen innerhalb gewisser Grenzen. Da es sich um
einen Einstellen-Einzel-Arbeitsplatz und um kleine Serien handelt, ist
die Belastungskontrolle hoch. Allerdings kollidiert der (wenig restriktive) -
Aspekt der Belastungskontrolle mit (dem hoch restriktiven Aspekt
der Akkordarbeit. Der Arbeiter hat abzuwägen zwischen finanziellen Einbußen -
bei mäßiger Belastung und zwischen einem höherem Einkommen bei
gleichzeitig höherer Belastung (psychisch, physisch, zeitlich).
Verantwortung und Kontrolle
Verantwortung hat Axel für seine eigene Sicherheit, kaum jedoch für
die anderer Personen. Neben den bereits genannten Unfallgefahren ergeben
sich Gefährdungen beim Entgraten und dann, wenn ein Werkstück nicht korrekt -
eingespannt ist (und beim Drehvorgang möglicherweise herausgeschleudert -
wird).