Full text: Scheltz, August: Versuch über den Werth der alten Sprachen und des Studiums klaßischer Literatur der Griechen und Römer

.......... 
reicherung der Einsichten des Menschengeschlechts, 
wer seine Kräfte den höchsten Absichten des Le 
bens opfernd, etwas hinterließ, das des Aufhe 
bens werth war, der sei seines schönsten Lohnes 
ruhig und unbekümmert gewiß. Er tritt würdig 
in diesen durch seine Zwecke geheiligten Bund, 
sein Nahme vergeht nicht mit seinen Zeitgenoßen 
und unsterblich lebt er in seinen Werken die ihm 
ein gerechtes Urtheil, Dank und Achtung aller 
derer verbürgen, die nach ihm folgen. Sich al 
so anzuschließen an die Reihe der Weisen und 
Verständigen ist beßer, als hinzudrängen wo 
Macht und vergängliche Hoheit ist; es ist das 
Vorrecht des gebildeten Mannes, ihnen gleich zu 
werden sein Ruhm, und wo dies nicht sein kann, 
aus ihren Gedanken und Thaten Erkenntniße 
Muth und Erfahrungen fürs Leben zu schöpfen, 
sein liebster Genuß. Nicht im engen Kreise sei 
ner Umgebungen, oder nur unter den Ausge 
zeichneten seines vielleicht verarmten Zeitalters, 
sondern in allen vergangenen Jahrhunderten, un 
ter allen Völkern die mit ihnen längst verschwun 
den sind, da sucht und findet er seine Freunde, 
seine Lehrer und seine Muster, und nirgends ist 
Max-Planck-Institut für Bi
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.

powered by Goobi viewer