Full text: Scheltz, August: Versuch über den Werth der alten Sprachen und des Studiums klaßischer Literatur der Griechen und Römer

 
Max-Planck-Institut für Bildu 
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sie nicht verlohren sein so lange noch menschli¬ 
cher Fleiß und geistvoller Forschung Werke et= 
was gelten, so lange wir noch nicht verschmähen 
fruchtbare Belehrung zu suchen, blos weil der 
Gewinn welchen sie bringt kein pekuniärer ist. 
Eines der würdigsten Juristen unserer Zeit bedeu= 
tungsvolle Worte mögen diese Betrachtung 
schließen. „Keine Art von Kenntnißen, die zur 
Ausbildung des Geistes beiträgt ist für die Ju= 
risprudenz ganz gleichgültig. Aber so innig ist 
doch mit dem Studium des römischen Rechts 
durchaus nichts verbunden, als römische Spra¬ 
che, Geschichte und Literatur. Von dem Grade 
des Eifers womit diese unter uns getrieben wer¬ 
den, hängt zuverläßig die Stelle ab, welche uns 
die Nachwelt einmal in der Literärgeschichte des 
Rechts einräumen wird und wer den Unterricht 
im lateinischen nur auf das schlechterdings un¬ 
entbehrliche einschränken will, sollte doch nie ver¬ 
geßen, daß wenigstens für einen Juristen recht sehr 
2) 
viel Latein schlechterdings unentbehrlich ist." 
) Hugo's Lehrb. d. Rechtsgesch. S. 210.
	        
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