Full text: Scheltz, August: Versuch über den Werth der alten Sprachen und des Studiums klaßischer Literatur der Griechen und Römer

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Max-Planck-Institut für 
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wurde es Modesucht, sich in dem Gebieth höhe¬ 
rer Wißenschaft einige Augenblicke umzusehen, 
um alsdann mit den wenigen, in der Eil abge¬ 
rißenen Blüthen vor den Augen einer Welt zu 
glänzen, die sich durch nichts lieber als den Schein 
täuschen läßt. Anstatt solchen Dünkel und eitle 
Thorheit zu züchtigen, und anmaßenden Vorwitz 
auf den Weg zurückzubringen, der allein nach an= 
haltender und richtig geleiteter Anstrengung, zu 
dem mühsam erworbenen Resultat einer gründli= 
chen und wahrhaft nützenden Gelehrsamkeit führt, 
begünstigte und verbreitete man ihn durch jene 
zahlose Menge sogenannter gelehrter Hülfsmittel, 
die dem Flore der Gelehrsamkeit ohngefähr den¬ 
selben Vortheil brachten welchen eine übertriebene 
Anzahl von Armenhäusern für den Wohlstand ei= 
nes Staates haben mag. Gleichsam als ob die 
Faßungskraft der Menschen erkrankt sei und im¬ 
mer schwächer werde, eilten die besorgten Aerzte 
ihr durch allerhand sinnreiche Experimente zu Hul= 
fe zu kommen. Aber durch ihre Arzneien erzeug= 
ten sie die Krankheit erst die sie zu heilen vermein¬ 
ten. Man übertraf sich seit dieser Zeit in Erfin¬ 
dungen die den Zweck hatten und erfüllten, die
	        
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