Full text: Züntl, Sigismund: Rede von einigen Fehlern der häuslichen Erziehung und ihrem Einfluße auf die öffentliche, welche die Jugend in den Schulen erhält

 
 
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ihrem Mädchen eine Aufgabe zum Lernen, 
oder zum Bearbeiten angewiesen sey, oder 
nicht? Schlafen sie nicht, die häuslichen 
Erzieher insgesammt, die auch dann noch kalt 
und gleichgiltig bleiben, wenn sie sich mit ih= 
ren eigenen Augen nur zu oft überzeugen, 
daß ihr Zögling von alle der Zeit, die von 
einer Schulstunde bis zur nächstfolgenden | | 
verfließt, auch nicht einen einzigen Augenblick 
aufs Lernen verwende? 
Doch vielleicht sucht man sich hier damit 
zu entschuldigen, daß man durch die Umstän¬ 
de gezwungen sey, seinen Geschäften, seiner 
Arbeit, seinem Verdienste nachzugehen: und 
mithin an der Aufsicht über die Seinigen 
auch wider seinen Willen nur zu oft gehin¬ 
dert, und in die Nothwendigkeit versetzet 
werde; sie sich selbst zu überlassen. — Ich 
weiß das zwar selbst wohl, und eben darum 
will 
titut für Bildungsforschung 
Max-Planck 
Max
	        
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