Full text: Vollgiltige Stimmen aus dem gelehrten Stande über das Rechtsverhältniß des Schullehrer-Standes zu Kirche und Staat und über die Wichtigkeit der Schule und was derselben Noth thut, nach den Grundsätzen der Humanität und den Bedürfnissen unserer Zeit

Manck¬ 
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Je besser unterrichtet der gemeine Mann ist, je weniger 
ist er durch Aberglauben und Schwärmerei verführbar; 
zwei Abwege, auf denen, bei unwissenden Nationen, 
das Volk zu den größten Ausschweifungen gebracht wer¬ 
den kann. Ueberdies beobachtet ein verständiges, mit 
Kenntnissen versehenes Volk in seinem Betragen immer 
mehr Anstand und Ordnung, als ein dummes und un¬ 
wissendes. Jeder Einzelne in demselben fühlt sich etwas 
achtungswürdiger, kann eher hoffen, von seinen gesetz= 
maßigen Obern eine gewisse Achtung zu erhalten, und 
ist auch deßwegen geneigter, ihnen wieder die gebührende 
Achtung zu erweisen. Jeder ist aufgelegter, das vorge= 
gebene Interesse und die Klagen der Staatspärtheien 
oder aufrührischen Verbindungen zu untersuchen, und fä= 
higer, der Wahrheit dabei auf den Grund zu kommen; 
und eben deßwegen ist er weniger in Gefahr, durch 
falsche Vorspieglungen zu einer muthwilligen oder un= 
nöthigen Widersetzlichkeit gegen die Regierung verleitet 
zu werden." 
Welchen Einfluß die Erziehung auf die Sittlichkeit 
der Volker hat, beweiset nachstehende authentische Ueber= 
sicht. In den letzten 9 Jahren wurden im Durchschnitt 
wegen Verbrechen jährlich eingezogen: 
in Manchester, 1 Mensch von 140 Einwohnern, 
in London 
1 
800 
in 
Irland 
1 — - 
1600 
in 
Schottland 
wo jedes Dorf eine gut eingerichtete 
Schule hat: 
1 Mensch von 20,000 Einwohnern. 
(Aus englischen Blättern.) 
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1u
	        
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