Full text: Vollgiltige Stimmen aus dem gelehrten Stande über das Rechtsverhältniß des Schullehrer-Standes zu Kirche und Staat und über die Wichtigkeit der Schule und was derselben Noth thut, nach den Grundsätzen der Humanität und den Bedürfnissen unserer Zeit

Planck-Ins 
t für B 
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des Frühlings zarte Sprößlinge gerne von Nachtfrösten 
zerstört werden? Das Bäumchen wird von allen Win= 
den gebeugt; laßt es aber heranwachsen zu einem Bau= 
me, und sehet dann, ob es nicht Stürmen trotzt:" 
S. 61 heißt es: 
II. „Aber auch die Geistlichen sollten 
A) nicht mit verächtlichem Blicke auf den Stand der Volks= 
schulen herabsehen; denn | | 
a) daraus, daß ein Stand früher bestand, als ein 
anderer, folgt noch nicht, daß er schon dadurch 
auch den Vorzug vor jenem verdiene. Wäre dieß, 
so wäre der Jägerstand der erste im Range, weil 
er auch der Zeit nach der erste gewesen." 
„Wenn aus dem Kriegerstande höchst wahrschein= 
lich der Fürstenstand hervorgieng, so folgt daraus 
noch nicht, daß ihm auch vor diesem der Vorzug 
gebühre. Der geistliche Stand war eben ursprüng= 
lich, was sein Name in unserer Sprache so sin= 
nig bezeichnet, Stellvertreter Aufbewahrer Ver¬ 
arbeiter des Geistigen überhaupt, Beschützer und 
Pfleger der Kunst und Wissenschaft, Rechtskundi= 
ger, Arzt, Sternkundiger u. s. f." 
Als nun die besondern Zweige des Wissens 
ausgebildet wurden, da reichten eines Mannes 
Kräfte nicht mehr hin, das Ganze zu umfassen; 
man theilte sich also zb in besondere Fächer, und 
studirte das Einzelne um so gründlicher. Diese 
Abtheilung war freilich zu den Zeiten der Entste¬ 
hung des Christenthums schon fast gänzlich gesche= 
hen. Aber geht man zu den ältern Völkern zu= 
rück, zu den Jndiern, Babyloniern, Aegyptern, 
so bestätigt sich das Gesagte eben so wie bei den 
Priesterschaften späterer noch uncultivirter Völker, 
nunt
	        
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