Full text: Vollgiltige Stimmen aus dem gelehrten Stande über das Rechtsverhältniß des Schullehrer-Standes zu Kirche und Staat und über die Wichtigkeit der Schule und was derselben Noth thut, nach den Grundsätzen der Humanität und den Bedürfnissen unserer Zeit

Manck- 
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Schulbehörde zustehen, mit Zwang einzuschreiten. Sie 
muß es vielmehr dem freien Willen der Lehrer überlas= 
sen, ob und wie sie dergleichen Versammlungen einrich= 
ten wollen; und kann nur rathend und anregend ein= 
schreiten. Lehrervereine, die nur äußerer Zwang zusam= 
menhält, können nicht den geringsten Nutzen haben. Die 
Vernunft lehrt dieß, wie die Erfahrung. Von solchen 
Lehrervereinen erwarte man kein Heil für das Schulwe= 
sen; denn es kann nur von denen kommen, die dem 
freien heiligen Willen ihre Entstehung und Fortdauer 
verdanken." 
Schmitt, Beneficiat in Buchen. (Ueber den 
Rangstreit zwischen dem geistlichen Stande und 
jenem der Volksschullehrer. Freimüthige Jahrb. 
1829.) 
„Wahrlich, es ist betrübend für den Menschenfreund, 
wahrzunehmen wie zwei ehrwürdige Stände, oder doch 
wenigstens zwei mächtige Partheien aus beiden, sich ge¬ 
gen einander erheben; wie jeder, nur sich beschauend und 
in seinen Vorzügen sich gefallend, den andern von seiner 
mangelhaften Seite auffaßt, und des Splitterrichters 
Stelle zu übernehmen nicht erröthet; wie jeder seine Vor¬ 
züge zu hoch, seine Mängel zu gering achtet; wie jeder 
über vermeintliche Geringschätzung von Seiten des an¬ 
dern empfindlich ist, und wie die Klagen hierüber selbst 
vor dem Publikum auseinander gesetzt werden." 
Der Vf. sagt S. 55: 
bis eure Fittige er¬ 
Wagt den Flug nicht eher, 
mit einem in vielen 
starkt sind. Vermeidet den Kampf 
Wisset ihr nicht, daß 
Rücksichten überlegenen Gegner.
	        
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