Volltext: Vollgiltige Stimmen aus dem gelehrten Stande über das Rechtsverhältniß des Schullehrer-Standes zu Kirche und Staat und über die Wichtigkeit der Schule und was derselben Noth thut, nach den Grundsätzen der Humanität und den Bedürfnissen unserer Zeit

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halt beschränkt, müssen sie, den Mäcklern gleich, die 
Schätze mühsam errungener Wissenschaft, die Lehren der 
Tugend und Weisheit ihren Schülern um einen kärgli= 
chen Lohn verkaufen. Mit einem Herzen voll Nahrungs= 
sorgen begrüßen sie am Morgen die aufgehende Sonne, 
mit Kummer und Sorgen scheiden sie am Abend von 
ihr; und wenn sie am Ziele eines rastlosen, freudeleeren, 
verdruß= und mühevollen Lebens die Gesellschaft verlas= 
sen, über die ihr Fleiß und ihre Talente reichen Segen 
ausströmten; so können Sie nicht einmal den Trost mit 
ins Grab nehmen, ihre Wittwen und Kinder versorgt 
zu wissen!"" 
Die Herren Cuvier und Nöel der Universität 
zu Paris sagen in dem Berichte welchen sie 
über das öffentliche Unterrichtswesen in Holland 
1811 abgestattet haben: 
„Die Schulen Hollands theilen sich ein: 1) in Pri¬ 
mårschulen (Volksschulen), 2) Gymnasien 3) in Uni- 
versitäten und Gymnasium illustre." 
„Der Zustand der Ersten ist über alles Lob vortroff= 
lich, der der Zweiten in mancher Hinsicht gut, in ande¬ 
rer unter aller Kritik rc." 
„Die erste Primärschule, in welche die Deputirten in 
Holland eintraten, war eine Armenschule, durch die wohl¬ 
thätigen Beiträge des Publikums errichtet, um Armen¬ 
kinder dem Bettelstande zu entziehen." 
„Der Anblick dieser Schule rührte die Deputirten, sie 
glaubten, daß die vortreffliche Einrichtung der Erfolg 
großer Anstrengungen der reichen Stadt sey. Aber, da sie 
auf ihren Reisen die Primärschulen alle gleich vortreff¬ 
lich fanden (diejenigen ausgenommen, wo alte Schul= 
 
-Planck-Institut für B 
1u1
	        
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