Full text: Vollgiltige Stimmen aus dem gelehrten Stande über das Rechtsverhältniß des Schullehrer-Standes zu Kirche und Staat und über die Wichtigkeit der Schule und was derselben Noth thut, nach den Grundsätzen der Humanität und den Bedürfnissen unserer Zeit

103 
Wohlhabenden verhältnißweise so wenige wahrhaft Ge¬ 
bildete sind, die den Mann vom Kleide zu unterscheiden 
wissen. Wer kann es Jhnen in solcher Lage verdenken, 
wenn sie durchgängig vor der Zeit eine finstere Falte be¬ 
kommen, frühe kränklich hypochondrisch und mürrisch 
und endlich unzufrieden mit ihrem Schicksale, fahrlässig 
und kraftlos werden?" 
„Die Gehaltsverbesserung der Schullehrerstellen ist 
demnach, um der neuen Einrichtung Leben und Kraft, 
Wohlanstand, Dauer und Energie zu verschaffen, von sol= 
cher Wichtigkeit: daß alles Uebrige nur Scheinwerk seyn, 
und wenig fruchten würde, wenn dafür nicht mit lan= 
desherrlichem Nachdruck gesorget werden sollte. Man 
würde an den Tag legen, daß man nicht so sehr auf 
die Selbstständigkeit und innere Würdigkeit, als auf die 
scheinbar und nothgedrungene vorlieb nehmende Willig= 
keit der Lehrer rechne, wenn man ihre Lage nicht, wie 
sich für freie und für ausgezeichnet geachtete Män¬ 
ner geziemt — sondern nur mit einem hingeworfenen 
kleinen Zuschusse zu verbessern gedächte." 
Um den Lehrern ein ehrenvolles, der Würde ihrer 
Beschäftigung angemessenes Einkommen zu verschaffen, 
— 
werden ihnen außer freier Wohnung und Garten 600- 
800 fl. zugesichert." 
„Ausgaben, die unmittelbar zur Begründung des 
allgemeinen Besten beitragen, sind nothwendige Ausga= 
ben. Dagegen dürfen durchaus keine kleinliche Besorg¬ 
nisse und engherzige Finanzbedenken in Anschlag kom= 
men. Die Summen, die auf öffentliche Erziehung verwandt 
werden — bleiben im Lande, und fließen dem Lande 
und gewissermaßen auch der öffentlichen Schatzkammer 
wieder mit tausendfältigem Gewinne zu." 
„Gesetzt aber auch, der Ertrag des Aufwandes ließe 
sich nicht in sicheren Zahlen bestimmen, rief Lachmann 
Planck-In: 
nui 
t für B
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.

powered by Goobi viewer