Full text: Oberthür, Franz: Auch den treflichsten Erziehungs-Anstalten fehlt noch vieles, selbst vom Wesentlichsten

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„Lehrer für andere in diese Anstalt passende Lehrge¬ 
genstände, als über Menschen=Welt= und Natur=ge= 
schichte, Geographie rc. getraue ich mir vorzuschlagen, die 
nicht viel kosten und doch viel leisten sollen." 
„Am meisten möchten die Meister für Musik, Tan= 
zen, Zeichnen kosten. Aber es darf auch niemand diese 
Schule besuchen, ohne etwas zu zahlen, etwan zwey 
Louisdor fürs Jahr, je nachdem der Ueberschlag der Ko= 
sten, so die Anstalt fordern könnte, und die Anzahl der Zog= 
linge ausfallen mag." 
„Was etwan noch übrig bleiben sollte, könnte zur Er¬ 
weiterung und Vervollkommnung des Jnstituts verwendet 
werden." 
„Anfangs müßten freylich die Damen, welche das 
Jnstitut stiften wollen, sich verbindlich machen, die noth= 
wendigsten Kosten zur Gründung des Jnstituts, wenn der 
Fond des Hauses nicht zulangen sollte, auf so lange 
durch Beyträge zu bestreiten, bis sich so viele Zöglinge 
einfinden, daß von den jährlichen Abgaben derselben alle 
Ausgaben bestritten werden können; wo sodann zwar ihre 
Verbindlichkeit aufhören, aber doch als eine besondere Wohl= 
that angesehen würde, wenn sie ferner einen kleinen jahr¬ 
lichen Beytrag zur Erweiterung und Vervollkommnung 
ihrer Stiftung machen wollten, der ihnen dann durch 
manches Vergnügen ganz eigner Art reichlich ersetzt würde, 
wovon ich Jhnen in der Folge einen Vorgeschmack zu geben, 
Gelegenheit haben werde; abgerechnet, daß ein jährliches 
kleines Opfer, zur Förderung einer gemeinschaftlichen 
Anstalt das zweckmäßigste Allmosen ist, ein Allmosen, 
selbst dem Vaterlande und der Menschheit entrichtet, beyde 
Max-Planck-Institut für Bildungsforschung
	        
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