Full text: Sträter, Hermann Josef: Männerpredigten

dern muß von religiöser Begeisterung getragen sein; sein Leben soll von einem Fünklein aus jenem Herzen entzündet sein, das seine Flammen in heiliger Liebe nach allen Seiten ausstrahlen läßt. Ohne das Wort des Seelsorgers ist das nicht möglich. Der Natur der Sache entsprechend und der vielerorts gemachten Erfahrung gemäß gibt es kaum eine Zeit, in der die Männer für religiöse Belehrung, Erhebung und Willensanspornung empfäng¬licher gestimmt sind, als die Zeit unmittelbar vor dem Empfang der hl. Kommunion — es ist das für die meisten derselben zugleich die Zeit nicht allzulange nach der sakramentalen Lossprechung und dem Zuspruch des Beichtvaters. In diesen Augenblicken lassen sich die Zuhörer für alle wichtigen Fragen des religiös-sittlichen Lebens interessieren und begeistern; der Seelsorger findet nie eine dankbarere Stunde, um seinen Zuhörern das zu sagen, was beson-derer Gegenstand seiner Hirtensorge ist, was ihm vor allem am Herzen liegt und mehr wie anderes zeitgemäß und wichtig erscheint. Es ist freilich eine kleine Mehrbelastung an Arbeit, manchem vielbeschäftigten Seelsorger besonders fühlbar; aber die Predigt braucht ja nicht lang zu sein, es wäre das aus verschiedenen Gründen einmal nicht gut und mancherorts gar nicht durchführbar. Kurz, warm, eindringlich! Die Arbeit lohnt sich sehr und ist überaus dankbar. Beifolgende Predigtentwürfe mögen nur eine kleine Anregung für unsere hochwürdigen Herren Konfratres sein, die Sache des Männerapostolats durch Wort und predigt zu fördern. Crefeld, am ersten Adventssonntag 1915. Der Verfasser.

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