Full text: Sträter, Hermann Josef: Männerpredigten

niemand gedenkt. Vielleicht schenkst du heute den armen Seelen einen vollkommenen Ablaß.

Und hast du dann noch für dich oder andere besondere Wünsche irdischer Art, Bitten für Haus, Familie und Geschäft, An¬liegen um Abwendung von Not, Elend und Krankheit, dann darfst du auch das alles vertrauensvoll deinem Heiland vortragen; aber sage immer: ‘„Vater, nicht mein, sondern Dein Wille geschehe" ’ (Luk. 22. 42). Gott kennt und liebt dich, er wird dir geben, was zu deinem wahren Glücke gut, nützlich und heilsam ist, sei es nun ein irdisches Gut oder Abwendung eines irdischen Übels, oder sei es die Kraft, sanftmütig und mutig ein Kreuz zu tragen.

Anbetung, Dank, Bitten! Versuchet es einmal, liebe Männer, nach diesen Anregungen euer Gebet nach der hl. Kommunion ein¬zurichten! Den Herrn anbeten, wobei man ihn sich in irgend einer Gestalt oder Tätigkeit vorstellen kann; dann ihm danken, namentlich durch rückhaltlose Aufopferung von Leib und Seele, und endlich ihm Bitten für das eigene und fremde Wohl vortragen! Es wäre weniger empfehlenswert, sogleich das Buch oder den Rosenkranz zu nehmen. Sprich aus dem Herzen heraus zu Jesus, und laß ihn zu deinem Herzen reden! Zwar wirkt die hl. Kom¬munion nicht aus deiner, sondern aus ihrer Kraft; Gott ist es, der in ihr seine Gnade spendet; und doch hängt die Wirksamkeit aller heiligen Sakramente auch davon ab, ob und wie wir mitwirken. Ohne Zweifel wären wir alle vor Gott viel wohlgefälliger, täten mehr Gutes und begingen weniger Sünden, wenn wir stets die Zeit nach der heiligen Kommunion besser ausgenützt hätten. Es sprudelt die Quelle heiligen Wassers; laßt uns alle davon trinken, unsere Seele daran erquicken, damit sie geheilt und gestärkt werde, damit jede heilige Kommunion für uns und für viele reichen Gnaden- segen bringe. Amen.

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