Full text: Sträter, Hermann Josef: Männerpredigten

Gesellschaft oder eines Wirtshauses aufzugeben. Betet zu Gott, daß er euch stärke, und falls der Wille schwach wird, ihn halte und kräftige.

Betet auch eifrig für andere, besonders für solche, die euch nahe stehen, und denket auch bei ihnen in erster Linie an das Seelen¬heil. Empfehlet Gott eure Frauen und betet, daß ihr miteinander und füreinander den Weg durchs Leben in gottgefälliger Weise zurücklegen, daß ihr euch im Streben nach den ewigen Gütern unterstützen und anspornen möget. Betet für eure Kinder. Denkt an jedes einzelne derselben, jedes hat seine Vorzüge und Fehler, jedes hat seine besonderen Gefahren und Schwierigkeiten zu be¬stehen, jedes macht euch seine besondere Sorge, mag sie auch bei einzelnen nur klein sein. Sprecht vor Gott die Namen eurer Kinder aus und erbetet für jeden Sohn und jede Tochter das, was beson¬ders nötig ist. Betet auch für andere, denen ihr Liebe und Dank¬barkeit schuldet, denkt an alle, mit denen das Leben euch näher zusammenführt, auch an diejenigen, die euch einmal Grund zur Unzufriedenheit und Klage gaben, ja vielleicht euch kränkten und beleidigten.

Nach der hl. Kommunion kannst du mit Recht sagen: ‘„Christus lebt in mir"’ (Gal. 2. 20). Bete deshalb auch nicht aus deinem, sondern aus seinem Herzen. Dieses heiligste Herz umfaßt die ganze Welt. Groß und weit sei daher auch dein Gebet. Denk an die ganze hl. Kirche, an den hl. Vater mit seinen Arbeiten, Nöten und Sorgen, an die Bischöfe und Priester, an die Ausbreitung des hei¬ligen Glaubens, an die Missionare in den fremden Heidenländern, an den Bonifatiusverein und die Wiedervereinigung unseres deut¬schen Vaterlandes im heiligen Glauben, an die Bekehrung der Ungläubigen und Sünder, an die Begründung des Friedens zwischen den Nationen, auch an die Verbreitung des Männerapostolats, kurz, an alle großen Anliegen.

Bete auch für die armen Seelen, daß sie bald in ewiger Freude denjenigen schauen, der in deinem Herzen ist. Erinnere dich an Verstorbene, die dir nahe standen, denen du verpflichtet bist; doch auch an die Ärmsten, Vergessenen, verlassenen, deren

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