Full text: Sträter, Hermann Josef: Männerpredigten

Möge die Verehrung Marias stets ein Schutz, eine Ehre, ein Licht sein für die katholische Männerwelt! Möget ihr — ich sage es mit besonderem Nachdruck — eure Kinder durch Wort und Beispiel zu Maria hinführen! Manche oberflächliche Christen be¬denken kaum, was die Marienverehrung für die Jugend ist; sie glauben, sie bringe ihr etwas religiöse Erhebung, das sei alles. Nein, tausendmal nein! Eine Jugend, welche die Gottesmutter wahrhaft liebt, bleibt vor vielem Bösen bewahrt; sie mag kämpfen müssen, Gefahren mögen ihr drohen, sie mag ihre Schwäche fühlen, ja sogar einmal straucheln und wanken: aber sie kann nicht schlecht werden. Das lautere Bild der reinsten Jungfrau wird ihr immer wieder vorleuchten; sie wird die Sünde hassen, dem Bösen wider¬stehen, gegen Unlauterkeit und Niedrigkeit Widerwillen haben. Kinder Mariens sind gottesfürchtige Menschen. Sorgt dafür, daß eure Kinder morgens und abends sich ihr besonders empfehlen, haltet sie an, an den Muttergottesfesten zur hl. Kommunion zu gehen. Führet eure Kinder zu Maria!

II.

Liebe Männer! Wir haben bisher nur die eine Seite der un¬befleckten Empfängnis Mariens betrachtet: sie war im ersten Augen¬blicke ganz sündlos. Aber wir gehen nun einen Schritt weiter: Wo keine Finsternis herrscht, da ist Licht. Mariens heilige Seele war sogleich mit dem strahlenden Gewände der heiligmachen- den Gnade geschmückt. Von diesem Gewände sagt der Psalmist: „Es steht die Königin zu deiner Rechten im gold- durchwirkten Kleide" (Ps. 44. 10). Das war die Mor¬gengabe Gottes an Maria, das wunderbare Geschenk des Allmäch¬tigen an diejenige, die er auserkoren zur Tochter des Vaters, zur Mutter des Sohnes und zur Braut des heiligen Geistes.

Die hl. Schrift sagt: ‘„Dein sind die Himmel und dein ist die Erde; den Erdkreis und seine Fülle hast du gegründet"’ (Ps. 88. 11). Wer ist so reich wie Gott? Alles ist sein. Und da er der auserkorenen Jungfrau eine Gabe spenden wollte, stand ihm alles zur Verfügung. Er konnte alles

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