Full text: Sträter, Hermann Josef: Männerpredigten

äußere Siege und Erfolge, jeder Sieg unserer tapferen Brüder läßt unsere Herzen höher schlagen; vortrefflich, ja manchmal be-wunderungswürdig sind die Werke echter Kultur, Kunst und Wissenschaft; und doch: der größte Reichtum des Vaterlandes sind sittenreine Menschen. Menschen voll wahrer Gottesfurcht. Menschen voll felsenfesten Vertrauens auf den Herrn. Menschen voll ernster Selbstverleugnung, voll un-bestechlicher Wahrheitsliebe. Menschen voll Pflichtbewußtsein und Gehorsam, voll aufopfernder Nächstenliebe. Das sind die Stützen des Vaterlandes.

Wer Friede beschließt mit Bestrebungen, welche den Boden unseres Vaterlandes unterwühlen, wer Herzensgemeinschaft ein¬geht mit Ansichten und Anschauungen, welche unser Volk an den Rand des Abgrundes zerren, wer sich mit Lebensgewohnheiten befreundet, welche die Seelen vergiften müssen, nein — der ist kein Freund des Vaterlandes. Der unendlich milde Heiland, der für seine Todfeinde gebetet hat, sprach auch das ernste Wort: ‘"Ich bin nicht gekommen, den Frieden zu bringen, sondern das Schwert" ’ (Matth. 10. 3. 4). Nicht in per-sönlichen Kränkungen, aber mit aller Entschiedenheit müssen wir zum Schutze unseres Volkes und unseres Landes eine eiserne Front bilden gegen den Unglauben, gegen den Umsturz, gegen die Un- sittlichkeit und Schamlosigkeit. Hier gibt's keinen Frieden und keinen Waffenstillstand. Hier heißt's kämpfen und mutig eintreten für die heilige Sache.

Und wo suchen wir die Kraft zu diesem Kampfe? Dort, wo die Heiligen sich gestärkt haben für ihr frommes Leben, dort, wo die heiligen Märtyrer Mut und Kraft geschöpft haben für ihren Heldentod, wo die großen Verteidiger der guten Sache ihre Seele mit Hingabe und Begeisterung erfüllt haben, dort oben in der Nähe des Altars, dort an der Kommunionbank!

So tretet denn nun frohbewegten Herzens hinzu zum Tische der Gnade. Der Herr ruft euch, der oberste Feldherr hält jetzt 

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