Full text: Sträter, Hermann Josef: Männerpredigten

Hohen, Schönen und Heiligen hinauszutreten, eure Herzen mit neuem Eifer für die Verteidigung der drei Heiligtümer erfüllen: Seele, Familie und Vaterland. O Jesus, spende uns deinen Segen!

I.

Etwas Wunderbares ist es um die Seele. Nimm alles Gold und Silber der Erde, zähle alle Diamanten und Edelsteine der Welt, durchforsche die Berge und Meere, durcheile im Geiste die Luft und das Firmament mit seinen ungezählten goldig blinkenden Sternen, erinnere dich an alle Wunder der Tier- und Pflanzen¬welt; das alles zusammen ist nicht so viel wert als eine einzige Menschenseele. ‘„Welchen Preis wird der Mensch für seine Seele zahlen?" ’ (Mark. 8. 37) sagt der Herr der Welt. Durch die unsterbliche Seele überragt der Mensch die ganze sichtbare Schöpfung, er ist verwandt mit den Engeln, den herrlichen körperlosen Geistern des Himmels, ja mit dem unerme߬lichen ewigen Gott selbst. Mag uns auch einmal der Anblick von irgend etwas Schönem in der sichtbaren Natur zu begeistertem Entzücken hinreißen, es ist vergänglich; nur die Seele schwindet nicht, sie bleibt in Ewigkeit.

Gewiß hat es seine Bedeutung, für Leben und Gesundheit des Leibes zu sorgen, gewiß hat die Bearbeitung der Erde und ihrer Erzeugnisse seinen Wert, gewiß muß der Mann streben, durch fleißiges Schaffen und Arbeiten sich und die Seinigen durchs Leben durchzukämpfen; aber tausendmal wichtiger ist die Arbeit an der eigenen Seele, die Reinigung, Heiligung und Veredelung des Herzens, die Bereicherung der Seele mit Gütern und Gaben, welche für die Ewigkeit wertvoll sind. Welch eine Genugtuung und Zufriedenheit gibt die Arbeit an der Seele! Ein ruhiges Ge¬wissen, das demütige, doch zuversichtliche Bewußtsein, mit Gott im reinen zu sein, o das macht das Herz so froh und glücklich! Es sagte einmal ein Mann: ‘„Ich war ein großer Sün- der. Aber seitdem ich öfters zur heiligen Kom- munion gehe, bin ich über meine furchtbare Leidenschaft Herr geworden."’ Einst ein Kriegs-

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