Full text: Sträter, Hermann Josef: Männerpredigten

wenn es dazu noch zu Hause Krankheiten und andere Leiden gibt, vielleicht ein Kreuz lange, lange auf einer Familie lastet, dann läßt sich wohl begreifen, wenn der Vater einmal verstimmt wird, seine Gespräche und Antworten unwirsch und unfreundlich sind, und der Faden der Geduld zuweilen reißt. Und doch, liebe Männer: Eure Kinder müssen Sonnenschein haben. Viel¬leicht hat euch das Leben schon öfters mit Männern zusammen¬geführt, die ihre Kräfte und Anlagen in den Dienst der bösen Sache des Unglaubens und Umsturzes gestellt haben; manche derselben haben von sich erklärt, daß sie eine rauhe und unfreundliche Jugend gehabt. Kinderherzen sind wie Frühlingsknospen; Frost, Kälte und Unwetter verderben sie. Wären solche Männer in Familien aufgewachsen, in denen die Sonne des Gottvertrauens geschienen, ob nicht viele von ihnen heute ihre Kräfte einer besseren Sache weihen würden?

Vertraut auf Gott! Freut euch, daß ihr mit ihm Frieden habt. Freut euch als „Kinder des Lichtes". Vertraut auf Gott, wenn auch die Not groß und drückend ist, und ihr den Eurigen nicht viel äußere Güter geben könnt. Eure Kinder müssen Son¬nenschein haben. Der Friede mit Gott macht stark und froh. Wo er herrscht und man auf Gott vertraut, da wachsen auch die Kinder heran als „Kinder des Lichtes".

Und nun, liebe Männer, naht sich die gnadenvolle Stunde, da der „König der Herrlichkeit", die „Sonne der Gerechtigkeit", das „Licht der Welt" in euer Herz seinen Einzug halten will. Nicht bloß Strahlen der Gnade will er euch schenken, sondern er selbst, die «Quelle aller Gnade und Liebe, will sich euch zu eigen geben. Als „Kinder des Lichtes" eilt ihm entgegen. Manche gute Vorsätze möget ihr heute gefaßt haben; wenn ihr denket, es sei schwer sie zu halten, dann benützet die Augenblicke nach der heiligen Kommunion, um den Herrn um seine Gnade zu bitten. Die Stunde der Weihe und Erhebung bei der heiligen Kommunion geht vorüber; es kommt Note: 2 Sträter, Männerpredigten. 

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