Full text: Sträter, Hermann Josef: Männerpredigten

das majestätische Rollen des Donners, und doch süßer und linder als das sanfte Säuseln des Frühlingswindes.

Aber dennoch hat die Religion viele Feinde. Ihr treu bleiben heißt kämpfen. Feinde drohen von allen Seiten. Satan und sein Anhang streiten gegen Christus und seine Lehre. Menschen, die dem Stolze schmeicheln, Bücher, die von „Aufklärung" reden, suchen fromme Christen zu betören. Spott und Verachtung, ja Zurücksetzung und Schädigung sind oft das Los der treuen Freunde des Kreuzes. Doch die schlimmsten Feinde lauern im eigenen Herzen; Leidenschaften, Neigungen, böse Gewohnheiten kämpfen gegen das religiöse Leben; Zerstreuungen aller Art, irdischer Sinn, Lauheit und Feigheit haben sich dagegen verschworen. Allenthalben erheben sich Widersacher gegen die Religion und das religiöse Leben. Und so wendet sich mancher von den Lehren und Geboten des Christentums ab, trotzdem er im Herzen für seine Schönheit nicht ohne Verständnis ist.

Wo findet ihr da Schutz, liebe Männer? Wer hält euch tapfer und standhaft im Glaubensleben? O, ich kenne einen, der alles Böse besiegt. Linen, der gesagt hat: ‘„Vertrauet, ich habe die Welt überwunden"’ (Joh. 15. 33). Einen, vor dem Satan und die Hölle erzittern und erbeben. Es ist derjenige, der jetzt im Begriffe steht, in euer Herz einzukehren. Nicht wie ein Mensch kommt er, der jemanden einen kurzen Besuch macht und nach einigen freundlichen Worten sich verabschiedet. Er kommt, um sich wie eine Quelle neuen, heiligen Lebens hineinzuversenken in euer Herz. Eine Quelle, deren erquickendes Wasser Kraft und Stärke verleiht, eine Quelle, deren reines, lauteres Wasser hinüber¬sprudelt zum ewigen Leben, deren fruchtbares Wasser aus dem Erdreich der Seele herrliche Knospen und Früchte der Heiligkeit und Tugend hervorsprossen läßt. Der Heiland kommt mit der ganzen Fülle seiner Gnaden, er will unsere Seelen reinigen, läutern, heiligen und veredeln. Derjenige kommt, der von sich gesagt hat: ‘„Ich bin das Licht der Welt" ’ (Joh. 9. 5); er will die Finster¬nisse aus dem Herzen vertreiben und alles mit dem wunderbaren Strahlenglanze seiner überirdischen Herrlichkeit durchleuchten.

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