Full text: Peters, F.: ¬Das junge Mädchen im Verkehre mit der Welt

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Frau höchst unglücklich, nicht zwar wegen ihres 
ehelichen Lebens selbst, zu welchem sie sich von 
Gott berufen geglaubt, sondern weil sie sich entweder 
durch leidenschaftliche Sucht nach irdischen Gütern 
verrechnet, oder hinsichtlich einer vergänglichen 
Schönheit in der Wahl der Person, trotz ernst¬ 
licher Warnungen, hat bethören lassen. 
Willst du, gutes Mädchen, dich in späteren 
Tagen in deinen Erwartungen nicht getäuscht 
sehen, so laß dich nicht vom Eigendünkel berücken 
und „unternimm nichts ohne vorherigen guten 
Rath, so wirst du deinen Schritt nicht zu bereuen 
haben!)." 
Es ist des heiligen Geistes Willen, daß nament¬ 
lich jugendliche Personen nichts von Wichtigkeit unter¬ 
nehmen, ohne vorher bei weisen und verständigen 
Leuten sich Raths zu erholen. Wie oft hört man 
nicht von unglücklichen Ehen! Zwischen Mann und 
Frau herrscht große Uneinigkeit, die nicht selten, 
dazu zum Aergernisse Vieler, zu Ehescheidungen 
führt. Da lebt denn jeder Theil abgesondert vom 
anderen, — ungeachtet der Unauflöslichkeit des 
Ehebandes, — denn, was Gott vereinigt hat, das 
kann der Mensch nicht trennen. Woher aber solche 
unerquicklichen Erscheinungen? Nicht bloß ein blin¬ 
1) Eccl. 32, 24. 
 
Digitalisierungsvorlage 
Max Planck institute for Hluman Developme
	        
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