Volltext : Klenk, Jakobine: ¬Die christliche Jungfrau in der Schule der Heiligen

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Der  heil.  Bernhard  sagte  sehr  oft:  „Gegrüßt
seist  du,  Maria,  worauf  die  herablassende  und
gütige  Königin  des  Himmels  ihm  eines  Tages  erwiederte: -
  „Gegrüßt  seist  du,  Bernhardus."  —  Der
Apostel  Indiens  sprach  beim  Schlagen  der  Uhr:
„Mutter  Gottes,  gedenke  meiner."  —  Der  heil.  Liguori -
  hielt  zuweilen  im  Gespräche  inne,  um  ein
Ave  zu  beten.  —  Die  Karthäuser  haben  in  ihrem
Kloster  die  Gewohnheit,  vor  jeder  Unterredung  ein
Ave  zu  beten.  —  Heut  zu  Tage  ist  es  in  manchen
Gegenden  gebräuchlich  beim  Ein-  und  Austreten
aus  dem  Zimmer  das  Bild  oder  die  Statue  Maria's -
  zu  begrüßen,  wobei  der  selige  Leonardo  von
Porto  Mauricio  zu  sagen  pflegte:  „O  Maria,  du  bist
—  Viele  tragen  ein  Bild  oder
meine  Vielgeliebte."
eine  Medaille  der  heiligen  Jungfrau  und  küssen
dieselbe  häufig  mit  inniger  Andacht  und  Liebe.
Die  heil.  Franzisca  Romana  betete  täglich  das
kleine  Officium  zu  Ehren  der  heiligen  Jungfrau,
ebenso  gibt  es  viele  Jungfrauen,  die  täglich  das
Officium  der  unbefleckten  Empfängniß  beten.
Viele  Heilige  haben  Maria  am  Samstage  jeder
Woche  ganz  besonders  verehrt  und  ihr  zu  Ehren
gefastet.  So  pflegte  z.  B.  der  heil.  Ludwig,  König
von  Frankreich,  am  Samstage  eine  bestimmte  Anzahl -
  von  Armen  um  sich  zu  versammeln,  die  er
speiste  und  selbst  bei  Tisch  bediente.  Er  wünschte
sehnlichst  an  einem  Samstage  zu  sterben,  was  Gott
ihm  auch  gewährte.  —  Der  heil.  Liguori  empfiehlt
den  Gläubigen,  sich  auf  die  Festtage  Mariens  durch
eine  neuntägige  Andacht  und  durch  Empfang  des
Bußsacramentes  vorzubereiten.  —  Ein  Verehrer

Digitalisierungsvorlage
Max-Planck-Institut  für  Bildungsforschung
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